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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

aber schlecht nachgebildet; doch enthält sie deren Grundzüge, wie dieseüberhaupt der Typus für alle süd-amerikanischen Republiken ward. DieRegierung ist demnach eine Volks vertretende oder repräsentativeVolksherrschaft uno besitzt diejenige Obergewalt, die sie in jedem wohl-eiugerichketen Staate haben sollte. Die Staatsgewalt besteht aus dreiabgesonderten Gewalten: der gesetzgebenden volluebenden und richter-lichen, deren erste durch einen Senat und ein Repräsentantenhaus gebildetwird, die zweite in einem Präsidenten sich koncentrirt, und die drittevon beiden andern unabhängig, nur dem Gesetze folgt.

Gehen wir nun zur Betrachtung der einzelnen columbisehen Staatenüber, die jetzt unter den Namen: Neü-Granada, Veuezuala und Ecuador,selbstständige Republiken bilden.

1V. Die Republik Neü-Granada.

Nach dem Grundgesetz dieses Staates vom 17. Nov. 1831 sollendie Grenzen dieses neuen, aus den mittleren Provinzen des ehemaligenColnmbia's gebildeten Staates dieselben sei», welche 18>ü das GebietNeü-Granada von den Generalcapitania's Venezuela und Guatemala undden brasilischen Provinzen schieden. Die Bestimmung der südlichen Gren-zen bleibt bis zur definitiven Abgrenzung des Staates Ecuador ansgSssetzt. Die Trennung einzelner Staaten ist, seit Ausscheidung Panama'Sund Veragua's beseitigt, und so ist nun seit 1813 die innere Ruhe zu-rückgekehrt. — Neu - Granada umfaßt die ganze Länderstrecke zwisfl^«

Lat. l° 40' und 12 ° 3V' N. und zwischen Long. 297° 10' und 312° O' lwird im N. vom caraibischen Meer, im O. von Venezuela und Dra- !silien, im S. von Ecuador, und im W. vom Anstralvzean begrenzt, «««enthält einen Flächenraum von 17,395 deütschen (369,633 engl.) m Meile«/oder 236.765,120 Acres.

Das Land selbst ist ein Hochland und von den zwei Längenthälern desMagdelena und Cauca durchschnitten. Die Anden theilen sich im Knoten v««Popayan in drei Aeste, die ein ungeheures Bergland umfangen. D>eLändereien zwischen dem Orinoco, Jnpura und Apnre, zwischen dem ^Äpnre und Meta, und am Niv-Negrv, sind flache Ebenen, und z«"ITheil dicht bewaldet. Die Niederungen sind erstickend heiß und unges««^die mittleren Hohen von Cundinamarca und das Plateau vongehören zu den Tieras templadas; die hoher» Regionen aber, die TieGfrias, empfinden starke Kälte und die Gipfel der Nevadas hüllen siehewigen Winter. — Die Hanplflüfse des Staats sind: der Cauca ««Magdelena . welch' ersterer bis Manon del Pnerto, letzterer bis H?«^hinauf schiffbar ist; beide vereinige» sich unterhalb Mvmpax zu eingroßen Strome. Der Sän Juan, ein Küstenfluß, der in die Bay « .

Cl oco, und der Atrato, der in den Meerbusen von Darien mündet, Idurch den Kanal Naspadura merkwürdig, durch welchen ein P>«^ ^eine kleine Bootverbindung zwischen dem caraibischen Meere und o