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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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481
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Amerika.

E

DepartamientoS.

Provinzen.

ZZ

- Z

? ZKa

Bevölke«

rung.

Hauptstädte.

Einwoh-

nerzahl.

Ecuador.

3

II,V0«

350,000

Quito

Pichincha.

Quiio.

75,500

Chimborasso.

Nio-Bamba .

20.000

Jmbambnra .

Jbarra.

12,000

Guayaquil—-

2

1,170

100,000

Guapaquil

Muayaquil.

Guayaquil .

20,«Oll

Manabt.

Babahoyo.

io,o»o

Assuay .

3

3,215

150,000

Cuenca

Cuenca.

Cuenca .

20,000

1V.VVO

Jaen de BracamoroS —

JaendeBracanwr.

4,00»

150

!

Total:

8

15,385

K00,000

Die vornehmsten Städte des Landes sind:

Quito, unter Lat. v° 3' 18" S. und Lat. 2N8" 38' O., in einerBergschlucht, die im W. den Pichincha, im O. die Hügel von Chimba-calle, und im S. die schöne Ebene von Turnbamba hat, zwischen welcherund der Stadt der kleine Berg Panecillo sich befindet; der kleine FlußMuchangara bespült die Ostseite der Stadt, welche durchaus auf vulka-nischem Boden liegt, der beinahe in steter Bewegung ist; da "jedoch dieZuckungen der Erde sich niemals kreuzen, so bat das prachtvolle Quito,trotz seiner großen Gebaüde, noch nie darunter gelitten, und man ist andie Bewegungen des Bodens dort eben so, wie bei uns an die Gewitterlstwvbnt. Die Stadt liegt 1462 Tvisen über dem Meere, hat geradebreite Straßen, welche von 9t. nach S. horizontal fortlaufen, von W.buch O. aber sich sanft neigen, und einander rechtwinkelig durchschnei-den. In der Mitte der Stadt liegt die Plaza mayor, östlich und weft-"ch von derselben zwei minder große, Sän Francisco und Sän Do-^ bstngv. Auf dem großen nimmt die ganze Westseite der etwas finsterAussehende Palast der Republik ein; der von so kolossaler Giöße ist,daß er die Wohnung des Präsidenten, die Ministerien, die Gericbtshal-j >en, die Schatzkammer und das Staategcfäugniß einschließt; ihm gegen-über steht das Stadt- oder Nathbans mit einem prawtvollen Fronti-spize, und zu beiden Seiten palastähnliche Privatgebaüde; die Nvrdseite^Unmt der Palast des Bischofs, die gegenüber liegende Seite die Kathe-^ale ein, in deren Innern einige schöne, von Quitoern gemalte Bilder,L"d die von einem Indianer geschaffene, sehr schöne Statue des Apostel^trus, sich befinden. Die Mitte des Platzes ziert ein prachtvollerSpringbrunnen von Bronze. — Außerdem enthält Quito das zur Ka-bedrcrle gehörige Sagrario, ein großes steinernes Gebaüde mit schönenGemälden und trefflichen Statuen, und durchaus das Werk diesiger Jn-,!a»er. und sechs prachtvolle Pfarrkirchen. Von den 15 Klöstern sind6 jetzt sechs aufgehoben und deren Einkünfte zu Schulzwecken verwen-

! B-rghau«, Bd. VI. 31