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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

det worden. Die Pracht der hiesigen öffentlichen Gebäude übertrifftAlles: das frühere Jesuilenkollegium ist eins der schönsten Gebäude derErde, und wurde unter Teilung des Pater Sauchez, eines Eingeborneu,von Indianern aufgeführt. Die Schatze desselben, worunter ein Taber-nakel, dessen Werth auf 800,000 Dollars geschätzt wurde, so wie dieherrliche Gemäldesammlung, gingen, nach Aufhebung des Ordens, nachSpanien, wo sie im EScurial niedergelegt wurden, die werthvolle Bi-bliothek steht aber noch hier, unbenutzt in ihrem alten Saale. DasFranziskauerklvster am Fuge des Pichincha ist vielleicht das größteKloster der Welt, und hat eine prachtvolle Kirche und schone Gemälde-sammlung, und auch die übrigen Kloster der Stadt sind äußerst pracht-voll. — Die Bewohner Quilv'S, deren die Stadt 75,500 zählt, sindmild, geistvoll und wißbegierig und sicher die gebildetsten in ganz Süd-Amerika; sie unterhalten eine bedeutende Universität, mehrere Kollegienund Schulen, und diesen Anstalten allein verdankt das Gros des Volkesdie ziemliche Aufklärung, die überall hervorblickt. — Die Industriemacht hier bedeutende Fortschritte, und der Haus- und Gewerbfleißsichert den Bewohnern ihr gutes Auskommen. — Auf dem Plateau vonQuito wird ansehnlicher Gartenbau und Viehzucht betrieben, und dieKäsefabrikation bildet «inen der Hauptcrwerbszwci'ge der umwohnendenBevölkerung. — Tacunga, am Fuße des Catopari, eine hübscheStaktmit 5,000 Eiuw., die bereits viermal schon durch Erdbeben völlig ver-nichtet, stets aber von ihre» Einwohnern wieder erbaut wurde; in derNahe sind die Ruinen von Callo, einem Palast der alten Inkas. —-Nio Bamba, Hauplvrt der Provinz Chimbvrasso, auf einer sandige«Ebene, von den Paramos der umliegenden Berge umzogen, und miteiner Fülle von Gärten umgeben, mit 20,000 Eiuw., prachtvollen Kirchen,Klöstern, Hospitälern, und einem großen Reichthum ; 17i>7 wurde die Stadtdurch ein-Erdbeben von Grund aus zerstört; hat sich aber außerordent-lich schnell wieder erholt. — Pallactanga, mit 2,000 Eiuw., u»düberaus reichen Gold- und Sildergrnben. — Huaranda, Stadt nist1,000 Einw., in der Nähe des Chimbvrasso und sehr hoch gelegen, l«daß es hier schon bedeutend kalt ist; die Bewohner besorgen den Trans-port der Waaren und Güter zwischen Quito undGuayaguil.— Guaya-quil, auf beiden Ufern des gleichnamigen Flusses, die durch ein Brüsteverbünde» sind. Der Haupttheil der Stadt liegt am westlichen Ufer u»bdehnt sich in der Ebene über eine halbe Stunde aus, so daß ihr südli-ches Ende an die Schiffswerft« des Hafens, ihr nördliches an die Alt-stadt grenzt. Die Hauptstraße, Malecon, laüft mit dem Flusse parallel-Die Stadt hat zwei Pfarrkirchen, und mehrere von Holz erbaute Klo-ster; die Haüser sind zweistöckig, alle aber von Holz. Die Einwohnst'deren die Stadt 20,000 zählt, treiben bebrütenden Handel und SctM-bau; der Hafen der Stadt ist im Strome und wird durch drei Forts ge-schützt.— Babahoyo, Hauptniederlage für den Handel zwischen Guav^quil und Quito, mit Zollhäusern, Niederlagen, zwei Kirchen und gege«lo.ooo Eiuw. — Cuenca, unter Lat. 2° 55- N., 8,100' über de"^Meere, im lieblichen Thale Duuquilla de Assuay, Hauptstadt despartements, Sitz eines Bischofs und einer Universität; 20,000 Menlwsbevölkern die Stadt, welche eine der schönsten der Republik ist, und »ebsder Universität noch 7 Schulen, eine schone Domkirche und 4 Pfak"» ^chen hat. — Azvgues, mit 5 Schulen, 2 Kirchen und 5,000 Estiw-'mit schönen Queckstlberminen und einem Rubin führenden Flusse; vor -

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