Amerika.
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heute besteht, morgen schon über den Haufen geworfen sein kann, unddas Land selbst versinkt in Schulden und Armuth. —
Die Vereinigten Staaten von la Plata beginnen im Osten von Chileund ziehen sich vom Kamme der Anden bis an'ö atlantische Meer, ersti cktensich zwischen Lat. 18" 55' und 46° 45' S. lind zwischen Long. 368° bis326° 25' O., und werden im N durch die Ebenen von Mopvs undChiqnitos von Bolivia, im O. durch den Parana von Paraguay, unddurch den Uruguay von der Banda-Onental getrennt, im SO. vomSüdallantische» Meere, im S. von Patagonien, und im W. durch dieAndenkeite von Cvile begrenzt, und umfassen einen Flächenraum von41,266 deutschen (876,770 eugl.), nach Andern aber von 67,714 O M.Die Größe des Landes läßt sich, da hier die einzelnen Provinzen in fort-währendem Streite liegen, sich trennen und wieder vereinigen, nur sehrim Allgemeinen bestimmen, auf jeden Fall wird aber unsre erste An-gabe des Flächenraums der Wirklichkeit am nächsten sein. — Die Ober-fläche des Landes ist sehr abwechselnd; der größte Theil derselben abereine unermeßliche Ebene, vielleicht die ausgedehnteste unseres Erdballs.Im N. greifen die Anden von Potvsi aus weit von W. nach O her-über und bilden jene berühmten Paramvs oder Sierras de Sauta-Cruz;ihnen entgegen kommen die Ausläufer des Brasilischen Gebirges, die sichnach W. zu verflachen, und wo sie sich begegnen die Thal- oder Land-enge von Moros und Chiqnitos einschließen, durch welche die südlichenPampas mit den Ebenen des Nio Madeira, Ucayale und den übrigenZuflüssen des Maranon, zusammenhängt. Den Westen der Republikbildet der Kamm der großen Andenkeite; die östliche Abdachung der-selben fällt ganz in ihr Gebiet, und macht die westliche Seile der Staa-ten Mendoza, Rioja, Salta und Tucnman zu einem Berglande, welchessich nach Sän Luis, Estero und Cordova hin verflacht, und bis zumParaguay bin eine immer tiefer werdende Abdachung bildet. Dom Zu-sammenflüsse des Uruguay und Paraguay an erweitern sich die großenEbenen des la Platastrvmes, deren Anfang genau genommen schon diePumpes de tzuanacaö, unter Lat. 26° S. bilden, südlich streichend im-mer mehr nach W. und O., treten im Westen bis an's Gebirge bei SänMiguel de Tucnman; laufen an den Flüssen Salado und Dulce hinabbis zum Hauptstrom Parana, und breiten sich an dessen Ostseite in Bue-Uvs-Ayreö auö. Unter Lat. 35° S. füllen sie den ganzen weiten Raumvon den Anden herüber bis zum Atlantischen Meer, und führen hiervorzugsweise den Namen der Pampas bis weit nach Patagonien hinein.Diese Ebene ist fast in ihrer ganzen unermeßlichen Ausdehnung eine sal-zige Steppe, denn von Assncion, am Paraguay, südwärts über dieMündung des la Plata bis gegen die Mündung des Colorado bin, undvon dieser den Fluß aufwärts bis gegen die Gebirge, ist der Boden mehrvder weniger von Salz und Salpetertheilen durchdrungen. Alle diesenLandstrich durchströmenden Gewässer sind nur an ihrem Ursprung süß,wenige Meilen abwärts haben sie schon so viele Salzrheile der SteppeM sich gezogen, daß ihr Wasser nur de» Thieren trinkbar bleibt. EineMenge dieser Steppenflüsse verlieren sich in den Salzseen, die überallN den Pampas zerstreut liegen, und fast alle Seen derselben sind ge-llen. Nach W. und NW. zu bedecken schöne stämmige Waldungen denSachen Boden; der ganze große Landstrich von Estero ist, vom flachenSandboden der Gebirge an bis weit über den Nio Dulce hinaus, mitv'chter Waldung von Algarvven und andern Holzarten überdeckt, und
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