Amerika.
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oder Maracay führt, unter Lat. 24° S. in Hügelland übergebt, undvon Lat. 26° 10' S. an sich ganz verflacht, in Ebenen und zuletzt invöllige Sumpfflachen (Estero) übergeht, von denen die Estero du Bellacaund Neembucu, beide am Parana, die bedeutendsten sind. Außer diesenerstrecken sich längs beiden Hauptflüssen weite Ebenen hin, und von demHauptzuge des Waldgebirges senken sich nach O. und W. eine ReiheTbäler hinab, durch welche der Mbotey, Xejui und Tebiquari demParaguay, der Jaguary, Amambay, Gatemy, Acaray undMondäy dem Parana zuströmen. Im S., unweit des Paraguay, sindzwei, gegen 4 Meilen lange salzige Seen, der Apacaray und derApoa. — Der Parana, der Hanptstrom des Landes, ist von hohenfelsigen Ufern eingeschlossen, durchbricht die Bergkette von Maracay,bildet unterhalb des Durchbruchs die 12 Meilen lange Jsla grande delSalta, und breitet sich unter Lat. 24° S. bis auf mehr als eine Stundeaus; später wieder durch Felsen in einen Kanal von 180 Fuß Breiteeingezwängt, durchftürzt er diese mit heftigem Brausen und mit einemFalle von 52' Höhe; auch weiter abwärts ist sein Lauf noch reißend, underst unter Lat. 25° 40' N. wird er bei ansehnlicher Ausdehnung ruhiger,bildet aber doch noch vor seiner Vereinigung mit dem Paraguay, durcheinen entgegenstehenden Bergzug znm westlichen Laufe gezwungen, eineniinbedentenden Wasserfall. Der Paraguay, der während seines gan-zen Laufes fast immer zwischen flachen Ufern strömt, hat einen langsamenruhigen Laus, wird aber bei heftigen Stürme» so aufgeregt, daß er öf-ters 8—10 Fuß hohe Wellen schlägt. — Das Klima Paraguays ähneltmehr als das der benachbarten, unter gleicher Breite liegenden nördlichenla Plata-Staaten, dem Tropenklima. Man unterscheidet sehr wohl vierJahreszeiten: den Sommer vom Januar bis März, den Winter vvmJuli bis September, und die beiden Regenzeiten zwischen beiden, beson-ders die vom April bis Juni. Neun Monat des Jahrs sinkt die Wärmeselten unter 20°, steigt aber wohl bis auf 30° N., und felbst im Wintersteht der Thermometer sogar des Nachts nie unter 8°. Die Temperaturist stets vvm Winde abhängig, und nördliche Winde bringen oft eineunerträgliche Hitze. — Paraguay ist reich an den mannigfachsten Erzeug-nissen, bringt alle wild wachsenden Pflanzen der Nachbarländer hervor,Und bietet dieselben Thierarten, die jenen Ländern eigen sind. Der Land-bau wird thätig und gut betrieben, und ist im Vergleich mit dem derNachbarländer bedeutend gestiegen. Südfrüchte aller Art bringt das Landin Menge hervor; Mais, Maniok, Bataten, Mani, Zucker, Tabak,Baumwolle und Getreide werden im Ueberfluß gebaut, Vanille, Bal-same, Rhabarber und das Mattekraut in Menge gewonnen; in den Ebe-uen bedeutende Rinder-, Pferde-, Maulthier - und Schafzucht betrieben,Und der Bienenpflege viel Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Einwohner des Landes, Kreolen, Mestizen und Indianer, de-jen Zahl sehr verschieden angegeben wird, und welche Balbi und W.Harish nur auf 250,000 anschlagen, obgleich letzterer noch angibt, daßvon Personen, die im Lande gewesen, das Doppelte angenommen werde,>a Einige deren Zahl gar auf 600,000, ja auf 1,000,000 Seelen bestim-men, wird nach Myers, von uns mit 316,500 Seelen angenommen, wo-nach sich eine Volksdichtigkeit von 75 Seelen auf die m Meile heraus-nellt. Sie sind sanfte», arbeitsamen, bieder» Charakters; sehr unter-jochtet , und Alle können lesen und schreiben. Schulen sind überall^richtet, und ein Kollegium besteht zu Assumcion. Die katholische Ne-