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Amerikanisches Staatensystem.
errichtete in ihr eine militärische Republik, und I82l besetzte der brasilia-nische General Namirez die Banda Oriental und vereinigte sie mitBrasilien unter den Rainen lstovinoia oisplatmr»; deßhalb entspann sich1825 ein Krieg mit Buenos-Ayreö, der den 8. Okt. 1828 damit endigte,daß im Traktate von Montevideo Uruguay als Republik von beide»Staaten anerkannt wurde. 1829 installirte sich die neue Regierung derRepublik feierlich. 183V den 22. Okt. wurden die Kammer» der Sena-toren und Repräsentanten zum erstenmale eröffnet, und Ribera zuMPräsidenten ernannt. Die Unruhen, welche Lavalleja gegen die beste-hende Regierung 1832 erregte, endigten 1833 mit seiner Vertreibung-Gegenwärtig steht die Republik im Kriege mit Vuenos-Ayres wege»Entre-Rios, aus welcher Provinz Ribera 1839 den argentinische»Gouverneur vertrieb. Den 6. Decbr. 1842 erlitten Riberas Truppe»am Arroga grande eine totale Niederlage, und jetzt ist das Volk i»Masse zu den Fahnen gerufen, und eine Kommission zur Rettung desunglücklichen Landes niedergesetzt.
Die Republik Uruguay, auch unter den Namen der Banda-Oriental, Montevideo und Cisplatina bekannt, liegt zwische»Lat. 25° 15' und 35° S. und zwischen Long. 319° 25' und 325° 27' O-<wird im R. von Brasilien, im O. vom atlantischen Meere, im S. vo>»la Plata und im W. vom Uruguay, von welchem es den Namen hat,begrenzt, und umfaßt einen Flächenraum von 4,915 deutschen (104,41»engl.), nach andern Angaben aber 19,565 lü Meilen. — Der westlich^Theil ist sanftes Hügelland; im NO. erheben sich einige Landrücken, d>esich zu 15—1699' erheben, und unter den Namen Sierra de Sän Palst»nach S. sich herunterziehen, der größte Theil des Landes aber ist Eben»'die mit sanften Anschwellungen wechselt. — Uruguay gehört zu denje»>'gen Ländern, über welche die Natur all' ihre Segnungen und Schönheit»»ausgebreitet hat: Eine Unzahl von Flüssen und Quellen befruchten de»Boden; überall sieht man sich von Bächen überrascht, die die Fluresnach allen Richtungen durchschneiden, und den Hauptfiüssen des Staatszuströmen, von denen der Uruguay, der Negro, der Cetelati, ^Lucia und Abicriy große Strecken aufwärts schiffbar sind, und imdehnt sich in einer fruchtbaren Gegend der fischreiche See Mirim a»»'— Das Klima ist angenehm und gesund, und übertrifft durch seineftändigkeit das des gegenüberliegenden Buenos-Ayres. — An Naturp»»'dukten bietet Uruguay alle die der benachbarten Länder, nur an M>» "rasten ist es arm, und Bleiglanz, der 15 Leguas von Montevideo briw 'das einzige bis jetzt gefundene Metall. Die starke Bewässerung ^Landes macht dasselbe zu einem reichen Gras- und Weideland,Viehzucht ist daher der Hauptnahrungszweig der Bewohner; Vicunasch»'^Rinder und Pferde sind seine Hanptprodukte. Große Heerden verwildertPferde und Rinder bedecken das Land und sind sein größter Reichst)» 'Der Ackerbau ist noch in der Kindheit, und, obgleich er alle Prob»»Paraguay's hervorzubringen vermochte, und der Boden ganz dazu 8eignet ist, immer noch zu sehr vernachlässigt. ^
Die Bevölkerung des Landes, einst 799,999 Seelen stark, ist b» ^die ewigen Kriege, die bürgerlichen Unruhen und Auswanderungen259,999 Seelen gesunken, die Volksdichtigkeit beträgt daher nur 59 ^len auf die OMeile. Die Einwohner sind theils spanischen, theils btugiesilschen Ursprungs, zum größten Theil aber Mischlinge; 3"^' Msind nur wenige im Lande. Sie sind Hirten und Jäger, und ein grvp