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steht in eigener Selbstständigkeit da, der einzige monarchische Staat derwestlichen Welt.
Brasilien wurde im Jahre 1569 von dem Portugiesen Dom PedroCabral entdeckt, der aus der Fahrt nach Ostindien hierher verschlagenwurde. Anfangs von den aus dem Mutterland« vertriebenen Juden be-völkert und kvlvnisirt, veranlaßte deren wachsender Wohlstand, den Kö-nig, einen Gouverneur, Thomas de Souza, hinzusenden, der Bahiagründete und durch weise Maßregeln sich unsterbliche Verdienste umBrasilien erwarb. Nachdem Pvriugal Provinz von Spanien gewordenwar, strebten die Holländer nach dem Besitze dieses Landes, und I63Vgelang es ihnen, unter Anführung des Grafen Moritz von Nassau, sichder 7 nördlichen Provinzen zu bemächtigen. Die Schwierigkeiten aber,sich in deren Besitz zu behaupten, veranlaßten die Generalstaaten, nach-dem das Hans Braganya den Thron Portugals bestiegen, ihren Antheil1669, gegen 4 Millionen Crusaden an seine früheren Besitzer abzutreten.Von 1689 an wurden die reichen Gvldminen und die Dianiantengrubenim Cerrv de Frio entdeckt, deren Gewinn aber meistens England zog.Die Anlegung der Kolonie Sau Sagramentv durch Pombal, um sichden la Plata zu sichern, führte einen Krieg mit Spanien herbei, der1777 mit der Aufhebung dieser Kolonie endigte. Als I8V7 der Königvon Portugal durch ein französisches Heer bedrängt wurde, flüchtete ermit seiner Familie und vielen vornehmen Portugiesen nach Brasilien,Und dieser Umstand und die günstigen Maßregeln für den Handel hobenschnell die Kolonie. Als Portugal 1813 seinem rechtmäßigen Beherrscherwiedergegeben wurde, blieb der König in Brasilien und erhob es, 1815,zum Königreiche. 1821 nöthigten die liberalen Bewegungen im Mutter-staate den König Johann VI. nach Lisiabon zurückzukehren, nachdem erseinen Sohn, Dom Pedro, als Regenten in Brasilien zurückgelassenhatte. Aber die feindlichen Maßregeln, welche die portugiesischen Corkesgegen Brasilien dekretirt, und die Verweigerung eines Centralgouverne-Ments für ganz Brasilien entzündete» die Gemüther, und Prinz DomPedro wurde 1822 als Beschützer und später als Kaiser von Brasilienausgerufen. Die von den neuen Cortes des Kaiserreichs entworfene Ver-fassung nahm er nicht an, gab jedoch 1823 eine neüe freisinnige Charte.Mit Bnenos Ayres wurde der Staat später wegen der Lgnsta orientalin Krieg verwickelt, der 1828 ohne Vortheil endigte. Die schon früherUr den nördlichen Provinzen ausgebrochenen Unruhen traten seitdem im-Wer mehr hervor; die strengen Maßregeln des Kaisers riefen eine Nevo-illtion hervor, die 1831 endlich mit seiner Abdikation zu Gunsten seinesSohnes endigte. Seitdem ward die Regierung, im Namen des minder-lährigen Pe dro II. von einer Regentschaft fortgeführt. Aber die stets wie-derkehrenden Unruhen, namentlich der nördlichen Provinzen, die haüfigenEmpörungen und die immer schwieriger werdende» Unterdrückungen der-selben verwirrten den Staat immer mehr; doch scheint es, als ob seit
Majorität des Kaisers die Regierung kräftiger geworden iei: denn^er Krieg gegen die Empörer wird mit ziemlichem Glück geführt, und°er Staat genießt einer segensvolleren Ruhe, als die angrenzenden Re-publiken.
b. Das Land.
^ Der nngeheüre Landstrich Brasilien, der größte Staat der westlichen^«lt, reicht von Oyapvc im Norden bis zum Haff oder See von Mirim im