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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

Süden, und erstreckt sich von Lat. 4" 17' N. bis Lat. 33° S. und vonLong. 307° 4l' bis 343° 3' O.; im N. wird das Land von Venezuelaund Guyana, im O. vom atlantischen Meere, im S. von Uruguayund den la Plata-Staaten, und im W. von denselben, Paraguay, Bo-livia, Peru und Neü-Granada begrenzt; hat vom N. nach S. eine Aus-dehnung von 580, von O. nach W. von 520 deutschen Meilen, bietetvon Oyapoc, dem Grenzfluß gegen Guyana, bis zum la Plata eineSeeküste von S80 Meilen, und umfaßt einen Flächenranm von 132,550deütschen (2,810,000 engl.) lUMeileii, von denen aber nur 2 Prozentangebaut oder zu Weideland benutzt, und 12 Prozent an Privatpersonenvertheilt, aber noch nicht in Kultur gesetzt sind; 16 Prozent der Ge-sammtflache bestehen aus Flüssen, Sümpfen, Seen und des Anbaues un-fähigen Lande und 70 Prozent, d. h. nahe an 100,000 LUMeilen, oderein Raum größer wie halb Europa, sind »och freies Land und Urwal-dung, des Anbaues znm Theil fähig, und reich an Metallen und nutz-barem Holze. — Außer den, unmittelbar an der Küste befindlichen In-seln gehören zum Staate die mitten im atlantischen Ocean gelegenenEilande Fernando do Nvroubv und' Trinidad, nebst Martin Daz. DieGestaltung des Landes ist sehr verschieden; der aüßerste Süden, sowiedie größte Hälfte des Nordens, bis herab auf Lat. 10" S., sind ausge-dehnte Ebenen; der größere Theil des Landes aber ist Gebirgslanb undbildet ein eigenes GebirgSiystem, dessen wir schon in der Einleitung er-wähnt (S. 7). Der Boden, ein reicher und tiefer Humusboden, dernoch mit viel Urwald, großen, schwer auszurottenden Bäumen bedecktist, kann in drei Klassen: in das Küsten- und Uferland, als angebautesoder des Anbaues fähiges Land, in steiniges Hochland und in sandigeEbenen geschieden werden. — Das Hochland hat durchschnittlich eineHöhe von 2,500', das Knstengebirge erhebt sich bis 4,000', und die höch-sten Rücken des Landes bis 6 und 8,000'. Die höchsten Bergkuppe»trägt das Mantiqueira-Gebirgr, zwischen Lat. 22 — 23": den Pico dosOrgaoö von 7,300', den Morro do Papageiv von 7,000' und den Bs-quira von 7,513'. Alle diese Kelten und Gipfel gehören zu dem großesGebirgssyfteme, welches die östlichen Urwälder von den westlichen kahlesoder nur dünn bewaldeten Hochebenen, Campos, trennt, in deren Tbas-gründen nur bin und wieder stämmige Waldungen enthalten sind. DssGebirge Brasiliens, deren Hauptstock in den Provinzen Goya; und M--nas-Geraes seinen Knoten schürzt, ziehen sich in einzelnen Ketten von N-nach S. und bilden keinen Hauptzug der sich als Wasserscheide zwischenden Maranon und la Plara drängt, sondern jede der einzelnen Kettesbestimmt die Scheidungslinie der Nebengewässer beider Ströme und steh"bis auf den Gebirgeknvten, in welchen fast alle in Winkeln zusammen-laufen, für sich unabhängig da; die bedeütendsten derselben sind: d>eSerra doCanostro und Marcella, durch welche der Sän Fran-cisco und Parana, die Pyrineos in Goyaz, durch welche der Tocas-tins und Parana, und in Malta Gross» der Gebirgszug, durch welchender Lingu und Paraguay geschieden werden. Die Gebirge Brasiliensbestehen aus Granit und Glimmerschiefer, die aber nicht höher als ^Öl-vorkommen; die höchsten Bergzüge enthalten Quarz, Thonschiefer fitzKalk; die niedern Hügelketten aber alle nur Kalkstein. Am merkwu^digsten ist das aufgeschwemmte Gestein, welches ganze Thäler und Schloßten aufgefüllt hat, und den Reichthum an Gold und Diamanten enthm 'der Brasilien so auszeichnet. Nach N. zu dacht das Land terrassenförM'S

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