Amerika,
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men, Eichen, Ulmen, Fichten, Tamarinden, Orangen, Citronen, Maha-goni, Acajou nnd Farbeholz gefüllt, und die drei letzten Holzarten wer-den in Menge ausgeführt. Alle eüropäischen Hausthiere: Rinder, Pferde,Esel, Maulthiere, Ziegen nnd Schweine sind allgemein verbreitet; ver-wilverte Rinder und Schweine in großen tzeerden im östlichen Theile derInsel; ein Reichthum von Fischen. Krabben und Seeschildkröten an derKüste, und Vogel aller Art, vorzüglich aber Papageien und Tauben, undim Thale Neyba der wilde Pfau. Die Gebirge sind reich an Minera-lien, an Silber, Kupfer, Eisen, Flußgold, Edelsteinen u. s. w. DieBearbeitung der Minen ist aber durch die Verfassung verboten, da sür'sErste der Landbau als einzige sichere Quelle des Nativnalwvhlstanteögehoben werden soll.
Die Bevölkerung der Republik Ha'ity's besteht, 10,000 Weiße abge-rechnet, durchgehendis aus Farbigen, und beträgt gegenwärtig 914,076,die Volksd'chtigkeit mithin 660 Seelen auf die lH Meile. Der Rassen-verschiedenheit »ach gehören 47 Procent der reinen afrikanischen Nasse,52 der gemischten, und nur I Procent der kaukasische» Nasse an. DieWeißen sind nur geduldet; ein Artikel der Verfassung sagt ausdrücklich:daß kein Weißer, von welcher Nation er auch sei, in der Eigenschaftals Herr oder Güterbesitzer seinen Fuß auf das Gebiet der Republiksehen könne; dagegen werden alle Afrikaner, Indianer und die ausihrem Blute Entsprossenen, wenn sie ihren Wohnsitz in der Republikaufschlagen, als Haitier betrachtet, können aber erst ein Jahr nach ihrerNiederlassung die bürgerlichen Rechte genießen. — Die französischeSprache ist die allgemein herrschende, und die Sprache, in welcher alleöffentlichen Angelegenheiten verhandelt werden; neben ihr besteht in demehemaligen spanischen Antheil der Insel die spanische Sprache, die etwavon dem achten Theile der Haitier gesprochen wird. Im westlichen oderfrüher französischen Antheil der Insel leben gegen 800,000, im spanischenTheile, obgleich dem Boten nach der reichste, nur 120,000 Seelen, weß-balb er auch im gemeinen Leben In clespobiuclo genannt wird. Für denUnterricht wurde unter Präsident Boyer sehr gesorgt, und in allen Ort-schaften Schulen errichtet; auch bestehen zu Port an Prince, Kap Ha'itien»nd Sau Domingo Lyceen. — Die römisch-katholische Kirche ist als Lan-deskirche anerkannt, doch hat sie sich von der Gewalt des Pabstes eman-cipirt. Das politische Oberhaupt des Staats ist zugleich geistlichesHaupt der Kirche, die, nach der Ansicht der Haitier, keines Bischofs be-darf, sondern sich mit Dekanen u. s. w. begnügen kann. Das Gesetzschreibt volle Toleranz vor, und dehnt sie über alle christlichen Par-theien aus.
Der Landban ist die Haupterwerbsquelle des Landes. Der Zucker-bau, der vor AnSbruch der Revolution 14t Millionen Pfund produzirte,bat fast ganz aufgehört, und der des Kaffee's, der Baumwolle u. s. w.^reicht immer noch nicht die Höhe der früheren Ausfuhren, ist abersvrtwährend im Steigen. Gegenwärtig kommen zur Ausfubr: 50 Mil-lionen Pfund Kaffee, 1'/, Mill. Pfd. Baumwolle, 2 Mill. Pfd. Tabak,4^0,vny Pfd. Cacao, 26 Mill. Pfd. Farbebolz, '/- Million Cigarren,^v,000 Stück Häüte, und 6 Mill. laufende Fuß Mahagoniholz u. s. w.T^ie Nord-Amerikaner, Engländer, Franzosen und Deütsche haben denHandel von Ha'ity ausschließlich in Händen. Die meisten Importenmachen die Engländer» die meisten Exporten gehen nach den VereinigtenStaaten von N.A., von wo aus die Haitier Mehl, Reis, Bauholz,