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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das türkische Reich.

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eine von West nach Ost zwischen dem adnatischen und dem.schwarzenMeere, die andere aber, indem sie nnqefähr die Mitte jenes Gebirgs-znges als Ausgangs-Punkt hat, von Norden nach Süden streicht, nmauf das Gebiet des Königreichs Griechenland überzutreten. Bergketten,Bergzruppen und kleine Hochebenen wechseln oft mit einander ab, docherreicht keine Gebirgsspihe der eüropäischen Türkei die Niesenhöhe derAlpengipfel; die höchste, dcrTschar-Dagb, hat kaum tv,o»oFuß absoluteHöhe. Durch jene Richtung der Gebirgszüge ist die Abdachung desLandes bestimmt, die nordwärts zur großen Donau-Ebene geht, welcheals ein Längenkhal betrachtet werden muß, westwärts zum adnatischenMeere und südostwärts zum ägeischen und dem Marmvra-Meere. Aufdieser Abdachung entwickeln sich längs des Maritza-Flusses einige Ebenen,wie die von Adrianopel, eine andere, an deren Rand Philippopel belegenist; auch Thessalien, auf derselben Abdachung gelegen, hat eine Ebenevon größerer Ausdehnung: sie wird von der Salambria bewässert.

Die Donau ist der wichtigste Strom der europäischen Türkei. Inihrem untersten Lauf, nachdem sie den Pruth aufgenommen hat, bildetsie, mit dem südlichsten, den Georgeu-Arm ihres Delta, die Grenze gegendas russische Reich. Zahlreich sind die Flüsse, welche sie während ihresLaufes durch das türkische Reich aufnimmt. Es gehören dabin: dieSave (Grenzfluß mit Österreich), welche die Unna, dieBerbas, die Bosnamit der Meloska, und die Drina aufnimmt; sodann die westliche undöstliche Morara, als große Morara vereinigt, der Joker, der Syll, derOlt oder Aluta, der Ardschisch mit der Dumbrovitza, die Jaloritza, derSereth, endlich der schon erwähnte Pruth. In das ägeische Meer er-gießen sich: die Maritza mit der Arda, Tundscha und dem Eugene, derKarasu ober Struma, der Barbar, der Jndsche-Karasu, und die Salam-bria. Zum jonischen und adnatischen Meere gehen: die Arta, der Ca-lamas, der Bedis, der Ergent, der Scombi, der Mati, der Drin, dieBvshana und die Nareuta. Aber mit Ausnahme der Donau ist keinerdieser Flüsse für den innern Verkehr nutzbar.

Die asiatische Türkei begreift Klein-Asien, den größten Tbeil vonArmenien, einem Theil des Kurden-Landes (Kurdistan), ganz Mesopo-tamien der Alten, vder Al-Dschesireh der Araber mit Jrat-Arabi, sowiellauz Syrien (Scham) und den größten Theil von Arabien. In diesenLändern tritt ein großer Wechsel zwischen hoch und tief ein: Klein-Asien,Armenien und Kurdistan sind Hochländer; Klein-Asien ein Plateau, dasauf her Nord- und Südseite von Gebirgsketten begrenzt ist, und sich ost-wärts zu den höher» Plateaux von Armenien erhebt, wo der Ararat,der die Grenzsaüle zwischen dem türkischen, dem persischen und dem rus-üscheu Reiche ist, den erhabensten Gipfel des ganzen Osmanen-Neichsbildet. Kurdistan besteht aus Bergketten, neben Bergketten mit dazwi-schen liegenden terrassenartig abfallenden Vergebenen. Mesopotamien istgroßes Flach- und Tiefland, das an die arabischen Wüsteneien grenzt,sich westwärts zu den syrischen Gebirgen, unter denen der Libanonhöchste ist, und südwärts zu den Plateaux des innern Arabiens er-deben, welche ihrerseits auf der Westseite von einer Bergreibe getragenwerden, die das ganze rotbe Meer vom Norden bis zum Süden beglei-^t. l.l„d dort, auf der Halbinsel, die durch die Gabelspaltung des Suez-ünd Akabab-Golfs gebildet wird, in jenem Theil Arabiens, den man dasAch^äische Arabien nennt, steht der Sinai, als Grenzwächter der asiatischen^urkej auf der Südwestseite, wie der Ararat auf der Nordostecke.