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Mohammedanisches Staatensystem.
Eupbrat und Tigris, die nach ihrer Vereinigung unterhalb KoreaSchat-al-Arab heißen, sind die wichtigsten unter den fließenden Wassernder asiatischen Länder des türkischen Reiches. Der Euphrat, oder Frat,entspringt in einer der höchsten Gegenden Armeniens, der Tigris, oderDidschloh der Araber, etwas südlicher in einer der dem armenischenHochlande vorliegenden Bergketten; ihre Fallthätigkeit ist gegen denSüdosten gerichtet, zum persischen Meerbusen, den sie unterhalb Basra,vermöge eines Delta, erreichen. Gegen diesen schiffbaren Dvxpelstromverschwinden alle übrigen Flüsse der asiatischen Türkei, sowohl der Größeals der Wichtigkeit nach in Beziehung auf Kommunikations-Mittel.Zum Kaspi-See fließt der in Armenien entspringende Kur; zum schwar-zen Meere: der Tschoroch, der Jeschil-Jrmak, der Kisil-.Jrmak und dieSacaria; zum Marmora-Meer fließt die Nikabitza; in'ö ägeische Meerergießen sich der KodoS oder Sarabat und der MendreS oder Mäander;das mittelländische Meer empfängt den Sihnn und Dschihan aus Klein-Asien und den Ahsi, Orontes der Alten, aus Syrien. Das zuletzt ge-nannte Land besitzt drei abgeschlossene Becken, die nicht mit dem Meerein Verbindung stehen: den Barradi, der sich in den kleinen See elMardsch ergießt; den Kneck, welcher sich in einem noch kleiner» See oderSumpf verliert; und den Arden, oder Jordan der heiligen Schrift, der,nachdem er durch den Bahr-el-Tabarich (See von Liberias oder Geneza-reth) geflossen, im todten Meere endigt, von dem es in neuester Zeiterwiesen worden ist, daß sein Spiegel über 1,50V Fuß unter dem allge-meinen Wasserpaß des Oceans liegt.
Die Länder des türkischen Reichs in Afrika umspannen die nordöst-lichen Gegenden dieses Erdtheils, nämlich Ägypten, Nnbien, Tripolisund Tunis, die auf der Nordseite an's mittelländische Meer, gegen Ostenan den arabischen Busen, gegen Süden an das abyssinische Hochland undgegen Westen an die große Wüste grenzen, innerhalb deren verschiedeneder darin belegenen Oasen zu dieser Abtheilung des Reichs gehören-In der physikalischen Gestaltung Nubiens und Ägyptens spielt der Nildie erste, die Hauptrolle. Dieser Strom gibt den Ländern, die er aufseinem von Süden nach Norden gerichteten Laufe bewässert, ihre Bedeu-tung; sein Thal ist der einzige Landstrich, welcher der Kultur fähig ist:Nnbien und Ägypten liegen nur in diesem schmalen Thal«, mit dem sichnur ein einziges Thal, daS des Atbarah, in Nnbien, vereinigt; linksund rechts ist Wüstenei, so weit das Auge reicht, Sandfläche und kahlenackte Berge, die arabische Bergkette auf dem rechten, die libysche Berg*kette auf dem linken Ufer des Nils, welche letztere mit den Bergzuge!',in Verbindung steht, die längs des mittelländischen Ufers durch Trips"und Tunis ziehen. Kein Fluß von Bedeütung bewässert die zuletzt ge*nannten Länder, Anbau und Kultur finden sich nur am Meeresstranvoder in einzelnen verschlossenen Thälern, deren Boden durch frei fließendesWasser befruchtet werden.
3. Klimatische Beschaffenheit.
Die Länder des türkischen Reiches erstrecken sich vom 15° nördlich^'Breite bis zum 45°. Sie liegen also innerhalb der heißen Zone und dewärmeren Theils der gemäßigten Zone. Groß ist in diesen Ländern sGegensatz von Hochland und Tiefland, daher auch der das Klima mos 'fizirenden Thätigkeiten. In der That wechselt die Temperatur zwischei