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Mohammedanisches Staatensystem.
sie sind meistentheils trocken, von nur wenigen Flüssen durchfurcht, undnur im östlichen Theile von Armenien und im Lande der Kurden, woBergketten und Berggruppen oft mit Zackengipseln sich anstbürmen, er-folgt ein reichlicherer'Nicderschlag, dessen Stoff durch westliche Luftströ-mungen vvm mittelländischen Meere dahin gesühret worden. DieserNiederschlag ist der Speiser des Eüpbrat und Tigris, deren Thalweitun-gen und Ebenen in Mesopotamiens Flächen zu den fruchtbarsten Gebietendes türkischen Reiches gehöre», crzeügt durch eben jenen reichlichen Nie-derschlag in Verbindung mit der Wärme der subtropischen Zone, diesich bis an den Fnsi der kurdischen und armenischen Gebirge erstreckt.
Die Länder der europäischen Türkei haben, in Absicht auf Wärme-Verbreitung, im Allgemeinen die Jsothermkurve von >2'// zur nördlichenBegrenzung. Diese Kurve schneidet das Donau-Thal in der Wallachei,jenseits desselben liegt noch die Moldau, deren Klima etwas kübler ist.
In Folge der östlicheren Stellung dieser Länder ist der Unterschied zwi- !scheu den Temperaturen der entgegengesetzten Jahreszeiten, des Winters ^und Sommers, größer als in Italien und den Küstengebieten der ibcri- /scheu Halbinsel, die mit jenen unter gleichen geographischen Breiten lie-gen. Reichlicher als in den asiatischen Ländern ist der Niederschlag inden europäischen Gebieten des türkischen Reichs, begünstigt uud befördert 'durch die Botenbeschaffenheit, durch die zahlreichen Bergketten, die dasRelief des Landes charakterisiern, und an deren Gipfel die vom mittel-ländische» Meere herbeiströmenden Wolken sich ablagern, um mit ibremWasservorrath den Boden zu tränken. Dies geschieht vvrnebmlich inden Herbstmonaten, die für die europäische Türkei die Regenzeit bilden,während diese in der asiatischen Türkei, so weit deren Länder nicht inner-halb des regenlosen Gebiets belegen sind, auf die Wintermonate fällt.
So sehen wir also, das; die Länder des türkischen Reichs zwischenden Jsothermkurve», erstens der normalen Tropenwärme von 27 '/-°, undzweitens der gemäßigten cüropäischeu Wärme von 12'/,° belegen sind;dann aber auch, daß die südlichen Länder, die afrikanisch-arabischen, a»einer vollständigen Dürre leiden, daß diese gegen Norden hin, am süd-lichen Abhänge der syrischen und armenisch-klcinasiatischen Bcrgländebsich verliert, und auf der Scheitelfläche dieser Hochländer ein Niederschlageintritt, der, je nach der Obei flächen-Gestaltung, ob Plateau oder Gebirge,spärlich oder reichlich ist; uud daß Letzteres in den eürvpäiscben Länderndes Reichs mehr der Fall zu sein scheint, als in den asiatischen.
4. Das Uolk.
Die Bevölkerung des türkischen Reichs ist nicht aus Einem Gnfihervorgegangen, sondern besteht aus Völkerschaften der verschiedenstenAbstammung, die von den Türken vder Osmanen unterjocht und zu einemgroßen Staate vereinigt worden sind. In der europäischen Türkei lebenvon Völkern des griechisch-lateinischen SprachstammeS die Griechen >nThessalien, Nieder-Albanien, in einem Theile von Macedonien, in Tdra^cien, auf der Jnlel Candia, sowie auch zu einigen Tausende» in denFürstenthüme, n der Wallachei und Moldau. Die Wlachen, oder N"-muui, bilden, mit Ausnahme jener Griechen, die ausschließlicherung der beiden genannten Fürstenthümer, sie sind aber auch unter deNamen der Ziuzaren in den übrigen Provinzen zerstreüt, namentlichden Gebirgsthälern Macedonieus und Thessaliens; Italiener finden M,