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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das türkische Reich.

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jedoch in geringer Anzahl, in den Hauptbandelsstädten; ihre Kopfzahlübersteigt vier Millionen. Die zu diesem Sprachstamm gehörigen Alba-nesen, die sich selbst Skipetars nennen, während sie bei den Türken Ar-nanten heißen, bewohnen in einer Anzahl von mehr als 1'/- MillionenSeelen Albanien, wo sie die Mekrheil der Bevölkerung bilden, Macedo-nien, Bulgarien nnd Tbracien. Sie zerfallen in mehrere Stämme. Sehrzahlreich, gegen 47- Millionen stark, sind die Bulgaren, eine znm finni-schen Völkcrstamm gehörige Nation, die von der mittleren Wolga einge-wandert, und in der nach ihr genannten Landschaft seßhaft ist. IhreSGbache ist ein Idiom des slavischen Sprachstammes, zu dem die Servierin dem Fürstenthnm Serbien und der Herzegowina, ober dem türkischenAntheile an Dalmatie», sodann auch die Bosnier und die Montenegrinergehören, Bewohner von Montenegro oder Tscberna Gora, die sich aufihrer an's adriatische Meer grenzenden Berginsel von der osmanischenOberherrschaft frei zu erhalten gewußt haben. Die znm samitischenSprachstamm gehörigen Juden und die eine eigene Sprachfamilie bilden-den Armenier, sind in allen Handelsstädten der europäischen Türkei ver-breitet, und gegen 200,000 Zigeüner wandern umher, vornehmlich in denbeiden Fürstentbnmern. Alle diese Völkerschaften bilden eine Gesammt-summe von 14 , 600,000 Seelen, gegen die die Zahl des herrschenden Volksder Türken ganz verschwindet, denn diese läßt sich, hoch gerechnet, nur zu700,000 annehmen.

In der asiatischen Türkei bilden die zur samitischen Familie gehöri-gen Araber die ausschließliche Bevölkerung in Arabien und sehr zahlreichsind sie in Syrien, in Mesopotamien, ja dieses Hirtenvolk wandert undtreibt seine Heerden bis auf die Vergebenen Kleinasiens, die auch vonGriechen bevölkert sind, welche jedoch vornehmlich in den Küstengebietenwobnen. Die Jnden sind überall verbreitet, hauptsächlich aber bewohnensie, in größeren Gemeinden, und zuweilen ausschließlich, ohne Beimen-gung anderer Völkerschaften, Aarabien, und als Land der Verheißung,Palästina, wo es nichts Seltenes ist, daß Juden, die in Eürvpa geborenUnd erzogen worden sind, und den größten Theil ihres Lebens zugebrachthaben, im Alter einwandern, um im Lande ihrer Vater auszuruhen vonöen Mühen eines vielbewegten Lebens, und die Grabstätte zu finden.So ist das Städtchen Safed, unfern des Sees von Tiberias, im altenGaliläa, eine Kolonie europäischer, namentlich deütscher Jsraeliten.3ur samitischen Klasse geboret auch das Altsyrische, welches von einigenVölkerschaften des nördlichen Syriens, von den Drusen, Maroniten,-nosairis oder Ansararien, mehr oder minder unvermischt gesprochen!?>rd. ,Me Volksstämme, sowie die Mutnalis, bilden sehr wahr-peinlich die Urbevölkerung dieser Gegenden des türkischen Reichs; dochcheinen sie sich mit andern Völkern sehr vermischt zu haben, was nament--p von den Drusen gilt, in deren Adern französisches Blut (seit den^plzügen) rinnt. Die Armenier bilden die große Mehrheit der We-iterung in dem Lande, von dem sie den Namen führen, aber sie sind,"ch, wie die Juden, mit denen sie das gleiche Gewerbe des Handels. lrnben, in allen Handelsplätzen theils seßhaft, theils vorübergehendG ??'öen. Z„r georgischen Sprachfamilie gehören die Laser, die in dens espgoschluchten des nördlichen Abfalls von Kleinasien zwischen Trebi-»H?de und dem Tschvrvch, und an den dortigen Seeufern des schwarzen^"res ,voh„en. Die Kurden bilden einen Bestandtheil des persischenptachftammes. Sie sind, außer in dem nach ihnen genannten Gebirgs-