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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatensystem.

theile, im östlichen Theile des türkischen Reichs, welcher die Grenze mitPersien bildet, auch auf den Vergebenen Kleinasiens verbreitet, wo zu-gleich die Hauptsitze des herrschenden Volks, der Türken oder Osmanensind, zu denen sich die derselben Sprachfamilie angehörenden Turkmanen ,

gesellen, welche als Hirten auf jenen Plateaux, wie auch auf den Hoch- !

ebenen des nördlichen Syriens und im nördlichen Mesopotamien noma-disiren. Auch hier, in der asiatischen Türkei, fehlt das indische Volk der 'Zigeüner nicht. Sie vagabnndiren hier ebenso wie in Eüropa, wie im lganzen nördlichen Afrika, in den Ländern, die längs des mittelländischenMeeres ausgebreitet liegen. Die Hanptsprache in der asiatischen TWeiist die arabische, sie allein wird von allen Völkerschaften gesprochen, oiesich von den klein-asiatischen und armenischen Gebirgen südwärts er-strecken, sie ist hier selbst die Sprache der türkischen Regierungsbehörden,so auch in der afrikanischen Türkei. Überhaupt führt die Kenntniß derarabischen Sprache jeden Reisenden von den Säulen des Herkules glück-lich durch ganz Nordafrika bis an die jenseitigeKüste am Gninea-Bnsen,sowie ostwärts durch ganz Arabien n. s. w. bis an den persischen Meer-busen, und darüber hinaus bis an die Gestade der vorderindischenHalbinsel.

In den Völkerschaften der afrikanischen Türkei gehören die dunkel-gelben Kopten, mit kurzer, gerader Nase, dicken Lippen und aufgedunse-nem Gesicht, die Urbewohner Ägyptens, die etwas Mongolisches in ihrenGesichtszügen tragen, und die ihre Sprache gegen die arabische Sprachevertauscht haben. Nur in einzelnen Bezirken ist sie, die dem samitischenStamme angehört, noch im Gebrauch. Zahlreich sind die Araber inganz Ägypten und weiterhin gegen Westen sowohl als Süden, theils alsAckerbauer, Fellahs, theils als nomadisirente Hirten, Beduinen, theilsals Handelsleüte, die die größte» Reisen in'S Innere von Afrika unter-nehmen. Zu diesen gesellen sich in derselben Abtheilung des türkischenReichs Armenier, Juden, Türken als Herrschervolk, und Individuen auSfast allen südeüropäischen Nationen, namentlich Griechen, Albaneser,Italiener, Franzosen, sodann Neger aus Jnnerafrika, die als Sklavenhierher verpflanzt wurde». Noch größeren Anspruch auf die Urbevölke-rung Ägyptens haben die Barabra's (ob Amagirghen?), die ebensowohlin den Städten Ägyptens wohnen, als das ganze nubische Nil-Thal alsseßhafte Ackerbauer bevölkern, ganz besonders im nördlichen Theile dessel-ben, während die Fnngis oder Schilnkhö und die Nnbas, deren AüßereSdem der Neger von Äinnenafrika schon sehr nahe steht, im südliche»Nnbien die seßhafte Bevölkerung bilden. Zahlreich gespaltene, abereinem gemeinsamen Stamme angehörende Völkerschaften, die unter deMNamen der Bischariens, Hadendra, Hammadah, Amarer, Bartum, Abab-des n. s. w., und von denen man die letzteren irriger Weise für arabtzch^Beduinen gehalten hat, nomadisiren in den Wüsteneien zwischen de>uNil-Thal und dem rothen Meere, wo sie hin und wieder in den Gebirgs-schluchten ein fcüchteS Thälchen mit spärlichem Futter für ihre kleinen -Heerden finden. Von schwärzlicher Hautfarbe, aber mit einer Adlernase,kleinem Mund, ovalem Gesicht, sind diese Völker, die sich fast alle Aga-syan oder Hirten nennen, vermuthlich aus einer Mischung asiatijch^

« und afrikanischer Nationen entstanden. Araber sind es vornehmlich, f»edie am mittelländischen Meere, westwärts von Ägypten, belegenender des türkischen Reichs bevölkern; in Eüropa unter dem Namen veSaraeene» bekannt, traten sie an die Stelle der Wandalen, um viel