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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatensystem.

Frucht gibt, ohne daß er der Bewässerung bedürftig wäre, was in denTrocken-Klimaten immer nothwendig ist. Die Thäler von Ersinghianund Kharpnt, die tiefer liegen, und ein wärmeres Klima haben, gebennoch reichlichere Ernten, indeß die Hochebene von Bajasio und Kars, diein den höchsten Gegenden Armeniens, gegen d^n Ararat hin belegensind, nur 6- bis 8fältige Frucht geben. Die Thäler, des Kisil-Jrmak,von Tokat und Tscharschembeh sind wegen ihrer Fruchtbarkeit zumSprichwort geworden, und in den Umgebungen von Kaissvr erntet mant«- bis lOfältige Frucht. Auch Syrien hat manche sehr fruchtbareStriche, und Ägypten, so wie das ganze Nilthal, ist wegen seiner üppi-gen und außerordentlichen Ernten seit dem frühesten Alterthum berühmt,und in Nnbien wegen seiner Anstalten zur Bewässerung der Felder, diehier eine Nothwendigkeit ist. Allerdings lohnt der auf diese Weise betrie-bene Ackerbau mehr, als wenn keine künstliche Bewäßerung stattfindet,allein diese reichlicheren Ernten stehen nicht im Verhältniß zu denMühen, Arbeiten und Kosten der Bewässerung, die die Getreidepreisebedeütend erhöhen. In Ägypten fallen aber diese Kosten znm Theilweg, weil der Strom durch seine periodischen Überschwemmungen dieBewässerung selbst bewerkstelligt, oder doch nur weniger künstlicherNachhülfe bedarf, was namentlich von Unter-Ägpten gilt. Ägyptenist von jeher eine Kornkammer gewesen, die alle Länder und Völkeram mittelländischen Meere immer mit Getreide versorgt; ISfältigeFrucht trägt der Weizen, I8sältige die Gerste, 24sällige die Bohneund 35fältige der Mais. Von großer Wichtigkeit ist der Anbau derCerealien im türkischen Reiche, und gesichert der Absah der Produkte;denn Alles, was die seßhafte Bevölkerung nicht selbst verzehrt, findetan den nomadisirende» Völkerschaften seine Abnehmer; ja, deren Der-brauch ist so groß, daß ganze Landschaften des Reichs auf diesen Absahihren Ackerbau basirt haben. Wollte man diese Nomaden, wie es ein-mal für Kleinasien der Vorsah gewesen ist, kolonisiren, so würde dekganze landwirthschaftliche Betrieb dieses Landes eine völlige Umwälzungerleiden, die die traurigsten Folgen für die jetzige Ackerbau treibendeBevölkerung nach sich ziehen müßte.

Die Gelreidearten, welche im türkischen Reiche am meisten geballtwerden, sind: der Weizen, der in den eüropäischen sowohl als asiatische"Ländern das Brodkorn liefert, welches auf Roß - und Wassermühlen,bei den Nomaden auf Handmühlen gemahlen wird; der Mais in Europaund in Asien, längs den südlichen Küsten des schwarzen Meeres, tueHirse, doch in kleinern Quantitäten in Eüropa und Asien, in größere»in Afrika, und die Gerste überall, blos als Pferdefutter. Ägypten lldas Neisland des türkischen ReichS; dieses Land sowohl als Mesvpota^mien produzirt auch das Zuckerrohr; auch in Kleinasien, in den Uwg "bringen von Bolo, Tvssta und Balum, so wie in einzelnen Gleichen deeüropäischen Länder wird Reis gebaut. Bohnen sind eine Liebungslp^stder Türken, große Quantitäten davon werden in den Donan-Gege»^geerntet, und gehen weit und breit bis nach Asien. Die Kultur dMelonen und Wassermelonen beginnt schon in Eüropa, wird aber 1- 'seits des Bvsphorns allgemein und sehr großartig. Die Kultur vNebe ist von der Moldau bis »ach Palästina verbreitet; sie liefert e»wichtigen Handelszweig in den Rosinen und Korinthen, von ,-chkleinasiatischen Hafenplähe Smyrna, Tschesme, Scala nuvva jah* -gegen 450,000 Centner ausführen. Überall, wo Christen und