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Mohammedanisches Staatensystem.
die letzteren, liefern sehr bedeutende Quantitäten Galläpfel und Balonia,nicht allein für die einheimischen Gerbereien, sondern auch für die aus-ländischen; mit der Eiche, welche die Valonia liefert, sind alle Küstendes ägeischen Meeres besetzt. Afrika und auch schon Theile von Syriensind die Heimath der Dattelpalmen, die arabische Landschaft Jemen derStandort des Kaffeebaums.
Wie die südeüropäischen, überhaupt die in der subtropischen Zonebelegenen Länder nicht allein nicht reich, sondern arm an Wäldern sind,so auch die Länder der eüropäischen Türkei, die Plateanx von Kleinasienund Armenien, ja völlig unbekannt ist das, waö man einen Wald nennt,in Syrien und Arabien, und in dem gesummten afrikanischen Gebietedes türkischen Reichs. Innerhalb des ganzen Reichs sind eS nur Ser-bien, die Gebirge zwischen Albanien und Macedonien, die Moldau unddas Küstengebiet von Kleinasien, und hier vor allen die nördliche Küstezwischen Heracläa und der Mündung des Kisil-Jrmak, sodann die Um-gebungen des Meerbusens von Nicomedien und die Insel Cypern, welcheNutzholz, auch zum Schiffbau, liefern. Die Bergketten von Armenienund des südlichen Kurdistan haben hin und wieder auch Waldungen,doch ist im ganzen Reiche der Holzmangel so groß, daß Thiermist fastdas ausschließliche Brennmaterial liefert.
Wenden wir uns zu den Erzeügnissen des Thierreichs, so tritt unszunächst das Schaf als dasjenige Thier entgegen, welches die Grundlageder so zahlreichen morgenländischen Völker bildet. Nicht allein, daß dienomadisirenden Völkerschaften die Zucht des Schafes betreiben, auch beiden seßhaften, bei den Ackerbauern, bildet sie einen sehr wesentlichenZweig der landwirthschaftlichen Gewerbe. Die Wolle der von den Letz-tern gezogenen Schafe, die Wolle der Ebenen, wie sie genannt wird,wird der Gebirgswolle, welche die Nomaden gewinnen, immer vorgezo-gen. Ganz besonders wird die kurdische Wolle geschätzt, die selbst in deneüropäischen und sogar in den amerikanischen Handel kommt, um inEngland, Frankreich, den Vereinigten Staaten zur Tuchfabrikation zudienen. Ganze Heerden kurdischer Schafe werden jährlich nach Konstan-tinopel und Syrien getrieben. In den Gebirgsländern ist die Ziegezahlreicher als das Schaf; man benüht ihr Fleisch und Haar, ihre Milchund Haut. Die Nasse ist in den eüropäischen und asiatischen Ländern,bis nach Kurdistan hin, dieselbe, welche in Eürvpa zu Hause ist. Abereine Art ist einer besondern Örtlichkeit Kleinasiens eigenthümlich, dreangorische Ziege nämlich, dieses wegen seines seidenartigen Haars hoch-berühmte Thier, das, kleiner als die eüropäische Ziege, immer ausgeartetist, sobald man es von Angvra in andere Gegenden zu verpflanzen ge-sucht hat. Nicht das rohe Ziegenhaar kommt in den Handel, sonder»es wird in Angora selbst gesponnen, und gelangt in diesem Zustandenach Konftantinvpel und Smyrna. Die Schweinezucht ist in den christ-lichen, besonders slavischen Gegenden der eüropäischen Türkei ein Haupt-zweig der Viehzucht, und namentlich beruhet auf ihm der National-Reichthum des Fürstenthnms Serbiens. Der Nindviehzncht widmet manin diesen Ländern noch ziemliche Aufmerksamkeit, aber in den asiatische»Ländern schwindet sie, gemeinschaftlich mit der Schweinezucht, allmäbltg,und hat in den afrikanischen ganz aufgehört. Schaf- und Ziegenmilchersetzt die Kuhmilch. Armenien und Kurdistan habe» indessen noch an-sehnliche Nindviehzncht, theils um den Ochü und den Büffel, der hiervorzugsweise gehalten wird, als Last- und Zugthier zu gebrauchen, therls