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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatenspstcm.

Sistow, Stadt am rechten Ufer der Donau, unterhalb Nicopoli,zu dessen Liwa, im Ejalet Silistria, sie gehört. Es unterhalte» die20.000 I. wichtige BaumwoUen-Mannfakluren und bedeutende Gerbe-reien.

Skiv, ChioS der Griechen, Sakiz der Türken, Insel des azoischenMeeres, und Liwa des Ejalets der Dschesair, vor zwanzig Jahren nochein großer Garten voll Limonien-, Orangen- und Citronenbaümen, diedie Luft mit dem Wohlgeruch ihrer Blüthen erfüllten, wo die Rose eben. so gewöhnlich war, wie anderwärts die Distel, wo eine Bevölkerung von110,000 dicht gedrängten Menschen nicht auf die landwirthschaftlicheKultur des Wein-, Ol- und Seiden-Bau's beschränkt war, sondern auchBaumwollen- und Seiden-Manufakturen, nach indischen und lyonerMustern, in höchster Vollkommenheit betrieben, und wo die geistigeKultur durch Unterrichtsanstalten aller Art weiter gediehen war, als inirgend einem anderen Land« griechischer Bevölkerung, — diese beglückteInsel, deren Hauptstadt Skio 30,000 I. zählte, und die sich, als Do-main« der Sultan«, Mutter, großer Freiheiten erfreüte, ist jetzt verödet,verwildert, Städte und Dörfer sind Trümmerhaufen, und der sonst soreiche, so frohe Mensch schleicht verdüstert daher am Bettelstäbe, — al-les Folgen jenes Aufstandes von 1822, den die türkischen Waffen mitunerbittlicher Strenge und Grausamkeit unterdrückt haben. Schwer nurwird sich das einst so glückliche Skio wieder erholen von den hartenSchlägen des Schicksals, obwohl die hohe Pforte seit jenem Unglück sehrviel gethan hat zur Wiederaufnahme dieser Insel, indem sie ihr eineunabhängige Verwaltung verlieh, die die Skivten gleichsam in die Klaffeeines tributpflichtigen Vasallen-Volks gestellt hat.

Skntari, Skodr der Albanesen, eskodra in der illyrischen Sprache,Jskanderije (d. h. Alexandrien) der Türken, Stadt von 20,000 I-,Hauptort eines zum Ejalet Num-Ili gehörigen Liwa, wichtige Festungin Ober-Albanien, und das Hanptbollwerk des türkischen Reichs auf derWestseite. Die Befehlshaber dieses Liwa haben nicht selten mit Erfolgnach Unabhängigkeit gestrebt. Die Stadt liegt zwischen dem Bojan"und dem Drinassa, da wo der erste dieser Flüsse, nachdem er aus de>"See gleiches Namens abgeflossen ist, den zweiten aufnimmt. Zwei oderdrei Citadellen vertheidigen sie. Waffen-Fabriken und Wollen zeug-Ma-nufakturen, Schiffbau und der Fischfang im nahen See, sowie ein seistlebhafter Handel beschäftigt die Bewohner, die theils katholisch, the«ogriechisch sind; jede Neligions-Partei hat einen Bischof. ^

Skntari, das alte Chrysopolis, würde eine große Stadt genau"werden können, denn es zählt 30,000 I., läge es nicht Konftantinopegegenüber. Es vollendet das prachtvolle Gemälde, welches die HauP>stadt des türkischen Reichs mit ihren herrlichen Umgebungen darbietet.

Slanikul, siehe Plovest.

Smyrna, Jsmir der Türken, dii Königin der Städte AnadoU 'trotzt immer den Feüersbrünste» und den Erderschütterungen; zehn Mzerstört, hat es sich zehnmal mit neuem Glänze wieder erhoben. < 2 e«Lage in der Mitte der Westküste von Kleinasien und im Hintergn«'eines eben so schönen, als für die Schifffahrt sichern Meerbusens,dir Trefflichkeit seines Hafens, haben es zu einem Handels-Empor«gemacht, wie es das türkische Reich nicht wieder auszuweisen hak; v .treiben alle Nationen des europäischen wie des amerikanischen undmohammedanischen Staatensystems Handel sowohl zu Wässer, westwa.'^,

ist in dersehen nennKonsuln.sich hier dlViertel bewgniigungcnvopa's; inZeitungen,druckt, unkhat 130,00Mittelbar rvier einendienst wirdMit Ansnmmuiyigendie Stadt aund die TWege» der^tadt besilSopb'v der Bu!^raümigeibat der PcMetropolits^uch-, Sei^gen- nn!Belgrad ncSreb,y Ss a »>

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