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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staalens-stem.

birgöinauer aus, durch ihr stufenartiges Übereinandergelagertsein ihrerKetten, durch die große Menge von Pässen (Teng im Persischen, d. h.Enge, oder auch Pul, nuXai ober Kutel), die man zu übersteigen hat,wenn man von der Küste oder aus dem Niederlande aus die Scheiicl-fläche des Tafellandes will. An der nordwestlichen Ecke der ProvinzAserbeidschan steht der — Ararat, der Grenzpfeiler dreier Reiche, despersische», türkischen und des russischen, ebenfalls als ein isolirter, alsder höchste Gipfel des Perserreichs, das nur noch an seinem südöstlichenGehänge Antheil hat. Ein anderer freistehender Kegel, der Seila», derdem Ararat wenig an Höhe nachgibt, erhebt sich ebenfalls in der Pio-vinz Aserbeidschan, auf dem mächtig hohen Fußgestelle des Tafellandes,das hier in dieser Provinz seine größte Höhe erreicht. Dieser Seilau istgleichsam der Vermittler der Anknüpfung der südlichen Gebirgömauer andie nördliche, die an der südlichen Küste des kaspischen Meeres streicht,und hier unter dem Namen des Alborö oder Kuholbürs bekannt ist, denDewend oder Demawend, Denbawend zum Scheitel hat, auf ihrem öst-lichen Zuge zur Provinz Chorassan und durch dieselbe so an Höhe verlierr,daß hier der Gebirgscharakter fast ganz verloren geht, noch weiter gegenOsten aber, und zwar vornehmlich außerhalb der persischen Grenzen, inAfghanistan, wieder an Höhe gewinnt, um zum Hiudukusch sich zu erhe-ben. Mit fast alleiniger Ausnahme des gegen den kaspischen See ge-richteten Abhangs des AlborS oder Kuholbürs, sind mehr oder minderalle Gebirge Persiens unbewaldet^ und sie entbehren, wegen diesesMangels, der Reize, welche die große Mehrheit der europäischen Gebirgecharakrerisirt.

So wenig, sagt Hammer, als sich Persien der Schönheit seiner kah-len Berge rühmen darf, so viel wird es ob der Fruchtbarkeit seinerherrlichen Ebenen gepriesen; die Landschaft Fars allein zählt deren meh-rere berühmte, als das ganze übrige Persie» zusammen; und die Ebenenvon Choi, Tebris, Abbar und Odschan in Aserbeidschan, die von Sulla-nije, Kum, Äoschan, Burudscberd, Belassan in Irak, die von Naigan inChorassan, finden alle ihres Gleichen in Fars; keine derselben aber kanndein schönen Thale von Schaab bewan verglichen werden, das, ob seinerSchönheit willen, als eines der vier Paradiese des Morgenlandes ge-priesen wird; — Schaab bewan heißt das schöne, nur zwei Stunden vonder Stadt Neübendscha» entlegene, drei Meilen lange und nur einehalbe Meile breite Thal, nach Bewan, dem Sohne Irans genannt, eineununterbrochene Folge fruchtbarer Gärten und wuchernder Baumpsian-zungen, dessen Herrlichkeit auch durch ein Gedicht des persischen SängersMotenebbi verewigt worden. Ungeachtet so mächtigen Aufrufs derSchönheit und Berühmtheit, ist dasselbe bisher auch nicht von einemeinzigen eüropäischen Reisenden weder besucht noch erwähnt worden, bl»öweil es nicht auf der geraden Straße von Jßfaha» nach Schiras, sondernrechts auf der Seite abliegt. Fast eben so hoch gepriesen, als das Thalvon Bewan, wird die gleichfalls in Fars liegende Ebene von Sinda»,zehn Meilen im Gevierten, eine reich bewässerte Ebene, in deren M>l^sich im Frühjahr ein kleiner See sammelt, der aber in der heißen Jab'reSzeit wieder vertrocknet. Unter den übrigen Ebenen der Landscha>.Fars, — dieses eigentlichen Persiens, dieses schönsten Steins inKrone des persischen Reichs, der von Natur und Kultur vor allen anderLandschaften am meisten begünstigter, des Mutterlandes der alten P^'ser, so weit die Quellen griechischer Geschichte hinaufreicheu, — unte