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Mohammedanisches Staaten sysiem.
Lebenstuß in bei' Provinz Irak adschem. Er entspringt im Serdekob,bewässert den Distrikt Rudbar von Grvßloristan, gehl bei Firnsan undJßfahan vorüber, und verliert sich »ach einem Lauf von 70 Meilen, ineiner Gegend östlich von Jßfahan, welche Kawebani genannt wird. D emorgenländischen Geographen fügen hinzu: „Nach eine», unterirdischenLaus von 60 Meilen komme er wieder hervor und ergieße sich in's in-dische Meer!" Die Provinz Kohistan scheint auch nicht einen einzigenFlnß zn besitzen, dagegen ist der nördliche Abfall des Albvrö in denProvinzen Masenderan und Gilan sehr reichlich bewässert; ebenso dieProvinz Aserbeitschan, deren Wassersystem durch den Araö, welcher dieGrenze mit Rußland bildet, und den Sefitrnd oderKisil Ösen theils demkaspischen See angehört, theils aber auch, in ihrer südwestlichen Hälfte,dem Becken eines an 5,000 Fuß über dem Kaspi erhobenen Sees, desSees von Tebris, oder Maragha, oder gewöhnlicher von Uiumiah ge-nannt, des größten Sees im persischen Reiche, der sechs Tagereisen imUmfange und keinen Abfluß bat, und dessen Wasser bitter salzig ist, wiedas fast aller übrigen persischen Landseen, weil das Erdreich in ganzPersien stark mit Salz geschwängert ist. Außer diesem See gibt es inPersien, und zwar in der Provinz Farsistan, noch einige andere abflußloseSeen, den von Bachtegan, auch Bahirei-Amru genannt, im DistriktJstachr (Persepolis), ai: dessen Ufer die Stadt NiriS liegt, 20 Meilenim Umfang hat, und in den, wie schon oben erwähnt wurde, der BendEmir sich ergießt; den See von Descht (Ebene) Ersen, im Distrikt Scha-bur, mit süßem Wasser und >0 Meilen im Umfange; den See von Karsinoder Aarsnn in demselben Distrikte und von derselben Giöße, aber mitSalzwasser; ten Derjadsche, d. i. das kleine Meer, im Distrikt Schiras,12 Meilen im Umfange; und den See von Gatar, in der Ebene Sin-dan, der, wie bereits oben angeführt wurde, in der beißen Jahreszeitaustrocknet.
In einem Lande, das so arm an Flüssen ist, wie Persien, und wo,weil es in den meisten Gegenden so selten, in manchen gar nicht regnet,das Wasser zur Benetznng und Befruchtung der Saaten und Kulturendas Interesse der Bewohner i» so bvhem Grade in Anspruch nimmt,achtet man, sehr natürlich, auf die Quellen mehr, als in andern fluß-nnd regenreichen Ländern. Darum widmen die persischen Erdbeschreiberden Quellen große Aufmerksamkeit, und raümen ihrer topograpbischeuAufzählung, ihrer Beschreibung ein eigenes Kapitel ein, wobei sie Dingeals wunderbar erzählen, die ganz natürlich sind und aus ganz leicht er-klärbaren physischen Phänomen folgen. Wenn sie z. B. als eine Merk-würdigkeit anführen, das Wasser dieser oder jener Quelle fließe nur z»bestimmten Perioden, oder es sei im Winter warm, im Sommer kalt,so heißt das doch nichts anderes, als die erste dieser Quellen fließt nurin und nach der periodischen Regenzeit, und die zweite besitzt eine kon-stante Temperatur, die die mittlere Wärme des Bodens ausdrückt.Andere Erzählungen, wie die, daß eine Quelle bald fließe, bald nichtfließe, je nachdem dieselbe — angeschrien wird, gehören in das Gebietmorgenländischer Metaphern und Hyperbeln, die keinen Sinn haben.An Mineralquellen ist Persien nicht aim, ganz besonders tiitt auch eineReihe von Thermen hervor, die das ganze Tafelland auf einer mehr oderminder zusammenhängenden Linie von Nvrdwest nach Südost zu durch-schneiden scheint, von Koswin in Irak adschem bis nach Laristan ampersischen Meerbusen. Von einer dieser Quellen, die in Fars liegt, und