DaS persische Reich.
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vom Serdstr. Der Anbau des Zuckerrohrs bei Jesd ist so bedeutend,daß der größte Theil von Persien auö den Jesder Raffinerien mit Zuckerversorgt wird. Von schlechter Qualität ist der Zucker Masenderans.Tabak wird im ganzen Reiche gebaut, in zwei Sorten, davon die eineaus gewöhnlichen Pfeifen, Tütün genannt, die andere Sorte aber, welcheTumbeki oder Tenbaki beißt, aus sogenannten Kalius oder Pfeifen ge»raucht wird, deren Rohr mau durch Wasser leitet. Die erste Sortekommt nur in Aserbeidschan au den Ufern des Urmia-Sees vor, dieandere Sorte, Tumbeki, ist allgemeiner im Gebrauch: Benarn und Ser-gan in Fars, 5 Meilen von Scbiras, liefern den schönste» Tabak in ganzPersien, »ach ihm kommt der Tumbeki von Jßfabau, Kaschau und end-lich der von Teheran. Der Tumbeki von Cborassan und Domaghan inTaberistan ist stärker, als das Schiras-Kraut und findet dieserhalbweniger Liebhaber. Der Mohnbau wird in Persien nicht in so großerAusdehnung getrieben, als in der Türkei; Jesd ist der einzige Ort, woer größer» Umfang hat, und dennoch scheint die Gesammtproduktion desDpiums in ganz Persien kaum 4N0 Ceutner zu betragen. Wie in derTürkei, so bildet die Roseukultnr auch in Persien einen nicht unwichtigenZweig der landwirthschaftlichen Gewerbe, um aus den NvsenblätternEssenzen und Öl zu bereiten; die südlichen Provinzen zeichnen sich hierinaus, namentlich die Stadt Schiras. Cborassan dagegen ist der vornehmsteStandort des Strauchs der ioetictu, von der sehr bedeutende Quan-litäten über Kabul und den persischen Golf nach Indien und in dieganze Welt gehen. Wir übergehen die zahlreichen Drvguerien und Apo-lhekerwaaren, welche das Pflanzenreich des persischen Tafellandes ingroßer Menge in den europäischen Handel bringt, um der Farbestvffe zu^wähnen, unter denen der Krapp obenan sieht, auf dessen Anbau sehrviel Sorgfalt verwendet wird. Indigo wird in den flachen Gegendenvon Chusistau, doch nur von schlechter Qualität gebaut; vortrefflich da-gegen ist der persische Vaffran, der indeß vorzugsweise zum Kücheuzebrauchverwendet wird, während Henne in den Umgebungen von Kerman, Jesd,Schuster und SchiraS gebaut, zur Färberei dient; nicht minder auch die^renetten, Körner zum Gelbfärben, deren Strauch in großer Menge aufoe>n Albors gefunden wird. Galläpfel liefert nur der westliche TheilKurdistan, denn nur auf den Gebirgen dieser Provinz kommt die^'vergoiche vor, auf dem sich der Gallapfel bildet. Das ganze Tafellandvon Persien ist waldlos, auch der südliche und südwestliche Gebirgswall,nur auf dem nördlichen, an den Abhängen des Albors zum Kaspi-?oe, in Masenderan und Gila», findet man Wälder, darunter die schön-ten Eicheuwaldungen. Im südlichen Persien wächst jedoch strichweise derb?vgelbeerbaum, besonders bei Schiras und Schuster; sein Holz wird zutstifeuröhren gebraucht.
^ Bereits bei der Türkei ist erwähnt worden, daß die Viehzucht der^vrgeiMndischen Volker vornehmlich aus dem Schafe beruhe. In Per-» " liefert dasjenige Schaf die beste Wolle, welches auf den Weiden vonaüe""" ""d Chorassan weidet. Bedeüteud ist die Ziegenzucht, undrst geschätzt wegen seines weichen, flaumartigen Haars die Kerman-vo„ Chorassan, Khoi, Kurdistan. Das Kameel, welches inmeistens gebraucht wird, ist der Dromedar; sein Haar ist aber
"'s bei den Thieren in den kälteren Ländern Turans, auchschüft Kameel nicht so kräftig als das türkische. Die Land-
' Eist«» in Fars war von jeher durch ihre Kameele berühmt, und
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