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Mohammedanisches Staatensystem.
schon bei den Alten hiessen die Inwohner L«z- 7 ^o^ocrxor. Das Haarderselben ist von dreierlei Gattung, schwarz, rorh und grau. Rindviehfindet man in Persien sehr selten. In diesem Lande sind Wagen nichtim Gebrauch und das Rindvieh ist mit einer hohen Steiler belastet;darum wird es nur in einigen fast unzugänglichen der höchsten Thäler,auf den Gebirgen Laristans und in den sumpfigen Ebenen von Gilanund Masenderan gehalten, deren feuchter Boden und dichte Wälder dieSchafzucht verhindern. In den zuletzt genannten Provinzen ist daSRindvieh ein schöner Schlag. Das persische Pferd ist aus der Kreuzungder beiden edelsten Nassen, der turkmannischen und arabischen entstanden.Es ist ein schönes Thier, auf dessen Zucht in vielen Gestüten sehr vielSorgfalt verwendet wird, da das Pferd auch in Persien für das edelsteThier der Schöpfung gilt. Aserbeidschan, Irak adschem und Fars liefertdie tüchtigste», Chorassan die schönsten Pferde. Als eine eigene Rasseunterscheidet man die vom Kara Dagh. Turkmannische und arabischePferde bilden einen Lupusartikel der reichsten Leute, ein guter turkman-nischerHengst wird bei den Turkinannen selbst nicht selten mit i,2vvThlr.bezahlt. Esel und Maulthiere gibt es in ganz Persien; das Maulthierwird vorzugswese zum Waareu-Transport benutzt, und dasjenige ganzbesonders geschätzt, welches in Laristan, dem südlichen Theil von Fars,gezogen wird; man gibt ihm selbst den Vorzug vor dem besten Pferdeund bezahlt es manchmal mit <>v Dukaten. Was die Bienenzucht anbe-langt, die im türkischen Reiche eine so große Ausdehnung hat, so wirddieselbe in Persien sehr wenig getrieben, nur in den Waldgegenden desAlbors findet sie sich. Dagegen ist die Seideuzucht von sehr großer Be-deutung, namentlich in der Provinz Gilan, wo sie fast die ausschließ-liche Beschäftigung der Bewohner ausmacht. Diese Provinz, die kleinsteim ganzen persischen Reiche, von kaum SSOMeilen, hatte im Jahr 1830eine Bevölkerung von einer halben Million Seelen, und führte damalsüber II,VON Ctr. Seide aus, theils zur Verarbeitung in den persische»Seidenfabriken, theils nach Konstantinopel, Rußland lind Indien. Allei»die Verheerungen, welche seit jener Zeit die Cholera in Gilan angerichtethat, ist für den genannten Gewerbszweig aüßerst verderblich gewesen,und die Provinz hat sich noch nicht wieder von jenen harten Schläge»des Schicksals erholt. Die Gilan-Seide gilt nach der Brnssa-Seide f»edie beste in ganz Westasieu, und wird namentlich von den russische»Fabrikanten sehr gesucht. Die Jagd auf Pelzthiere, namentlich auf de»Fuchs und den Marder, ist in Persien sehr bedeütend, ebenso die Fischersan den südlichen Küsten des kaspischen Sees, die aber nicht von de»persischen Anwohnern, sondern von russischen Unterthanen, Armenier»und Muselmännern aus Astrachan betrieben wird, an die dieser Gewerbs-zweig verpachtet ist.
Von den Produkten des Mineralreichs sind die Türkisen die bemer-kenswerthesten; sie kommen in der Provinz Chorassan, in der Nähe derStadt Nischabur vor, und werden in Mescbhed geschliffen und in Z>»»^Ringe gefaßt, in welcher Form ein großer Theil dieses Edelsteins >» de>Handel kommt. Masenderan hat Goldadern und Eisengruben stehen da-selbst in Betrieb; andere gibt es in der Gegend von Schiras, aber nkönnen wegen Mangels an Holz nicht bearbeitet werden. J>",reichen Distrikt Kara Dagh. in Aserbeidschan wird Kupfer geförder -Blei gibt es in Menge bei Jesd. Schwefel kommt vom Demawe» 'von den Bergen Kurdistans und von Kum, dessen Umgebungen a» /
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