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Mohammedanisches Staatensystcm.
nannt, die mit den indischen an Weichheit des Fadens und Glanz derFarben wetteifern können. Außer diesem Zeug zu Kleidern webt unddruckt man auch Decken, Vorhänge, Schnupftücher n. s. w. Jßfakanist auch die Haupt-Mannfaktu,stärke eines Zeugs, welches zn Mänteln,den sogenannten Tschadyrs gebraucht wird. Man webt es entweder ausBaumwolle oder aus Baumwolle und Seide, und es hat mit unsermschottischen Zeuge die größte Ähnlichkeit. Die Seideu-Manufaktnr istin Persien ein sehr wichtiges Gewerbe, das die manchfalrigsten Stoffe inganzer Seide, Halbseide, Brokat, Sammt ». s. w., glatte Zeuge undinoirirte hervorbringt. Die berühmtesten Fabrikationsstätten sind znTebris, Kaschau, Jesd, Jßfahan und zu Neschu in der Provinz Gilan.Die Färberei hat auch in Persien, wie im ganzen Morgenlande, einenhohen Grad der Vollkommenheit erlangt. Die Gerberei ist aber i» Per-sien nicht so weit gediehen, als in der Türkei, nur die einzige StadtHamadan zeichnet sich in diesem Gewerbszweige aus.
In derMetall-Mannfaktnr liefern Schiras, Kermanschah und Mesch-hed vortreffliche blanke Waffen, wozu der Stahl, Karachorassani genannt,nicht aus Chorassan, sondern aus Lahore kommt, und die den berühm-testen Klingen der Türkei nicht im mindesten nachstehen; und Kaschanfabrizirt ausgezeichnete Kupferwaaren. Goldschmieds- und Juwelier-Waaren werden in großer Menge verfertigt, ober ohne allen Geschmack.Die Goldstickerei ist in Persien weniger im Gebrauch, als in der Türkei;dagegen beschäftigen sich in Schiras eine Menge Arbeiter mit der Ver-fertigung von Schmncksache» in Emaille, Elfenbein, Mosaik, Perlmutteru. dgl. mehr, ohne jedoch die vollendeten Arbeiten der Chinesen zu er-reichen. Die Malerei, besonders die menschlicher Figuren, ist vom Geseye ^des Propheten streng verpönt, nichts destoweniger überschreiten die Sch»'tcn diese Vorschrift ohne sich einen Skrupel daraus zu machen, und dieMaler von Jßfahan sind im ganzen Orient gesuchte Leiste. Wie in derTürkei so ist auch in Persien die Glasfabrikation sehr weit zurück; nurallein Schiras macht hiervon eine Ausnahme, wo unstreitig im ganze»Morgenlande das meiste und schönste Glas verfertigt wird, nicht alles»Weinflaschen und Flakonö zn Essenzen rc, sondern auch Glasstoiken, diegeschliffen und mit Dlnmen verziert werden. Töpferei wird fast überallbetrieben, und darin zeichnet sich ganz besonders die Stadt Kum in derProvinz Irak abschern ans. Die Fabrikation von Holzwaaren ist betdem Mangel an Holz sehr beschränkt; für den auswärtigen Handelhaben nur die Pfeifen, öhren von Schiras rc. einige Bedeutung.
Persien hat sich für die Annahme eüropäischer und anderer fremde»Manufaktur-Waaren schon seit langer Zeit viel empfänglicher gezeigtals die Türkei. Unter diesen sieben die Baumwollen-Waaren oben»»-Garn findet keinen und der Monsselin nur wenig Absatz; dagegen eine"sehr bedeütenden der englische weiße Kattun, der in Persien gefärbt u»din dieser Gestalt zn Kleidungsstücken, der weiße aber von geringererQuantität von den Nomaden zn Zelten gebraucht wird; auch gefärbt^Baumwollenzeüg findet in Persien seine guten Abnebimr, was auchvorzüglichen Grade von den Jndienues gilt, die, da Männer und WeiberBanmwollenzeüg tragen, bedeütend konsumirt werden; englische, teilst^und schweizer Waare in kleinen Mustern ist am beliebtesten. Die de»l^scheu und lchweizer Banmwollen-Fabriken liefern auch große Quantitatekleiner und großer Tücher, Shawls aus Baumwolle rc., nach Perste»-Judien dagegen gedruckte Decken und Vorhänge. Rußlands Fabrtk*''