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Mohammedanisches Staatensystem.
rum aus nach Kermanschah von Bagdad. Die Route von Erserumist weiter nichts, als die Fortsetzung des Weges vorn Hafen Trebisonde,über den ausschließlich alle europäischen Waaren nach Persien gelangen.Der Verkehr der Perser mit den Türken ist fast Null; letztere kaufenvon ersteren nur etwas Tabak und Baumwolle, ein wenig Seidenwaarenund Kaschmirshawls, wofür sie europäische Waaren retonrniren. Tebriöist der große Stapelplatz für die Erzeugnisse des eüropäischen Gewcrb-fleißeS; hierher kommt auch ein Theil der russischen Waaren auf demKaravanenwege von Tiflis; ein anderer Theil wählt den Weg vonAstrachan über den kaspischen See nach den Häfen und Nheden Astera-bai, Nescht und Meschhed-effer in Masendera» und Gilan, vermittelsteiner Lchifffahrt, welche persische Nheder, die. außerhalb des Reichs, inAstrachan und Baku seßhaft sind, mit einigen Hundert erbärmlichen Fahr-zeügen betreiben Der Hafen von Nescht, oder vielmehr der von Easali,besitzt nur wenige Fahrzeüge; aber der turkmannische Stamm der Jr-muden hat gegen luv große und 60 kleine Boote, mit denen er an demHandelsverkehr auf dem Kaspi-See Theil nimmt, indem er sich, wie diekleinen russischen Fahrzeüge, auf den Transport der Naphta und desSalzes, sowie auf die Fischerei beschränkt.
Tebris und Teheran sind die beiden großen Marktplätze im nörd-lichen Theile des persischen Reichs, dessen Verbindung mit dem Hafenortedes Kaspi durch die nördliche Gebirgömauer des Älbvrö ungemei» er-schwert ist; man überschreitet sie gewöhnlich auf drei Pässen, zwischenNescht und Tebris, zwischen Rescht und Teheran und zwischen Sari undTeheran. Teheran, als Hauptstadt des persischen Reichs, hat eine großekommerzielle Wichtigkeit. Hier laufen alle Hauptstraßen zusammen, diegegen Westen über Tebris, gegen Osten über Schehrud nach Mcschhedund Herat, und gegen Süden über Jßfahan und Schiras nach dem per-sischen Meerbusen lausen. Dazu kommen noch die verschiedenen Kom-munikationöliiiien mit Kerman, Jesd, Hamada und Kermanschah. DieProdukte des Landes, sowie die eüropäischen und indischen Waaren, be-wege» sich auf allen diesen Linien. Jßfahan und Jesd sind im Innerndes Reichs die Hauptstapelplätze des Landes. Europäische Waaren, dieüber den persischen Meerbusen kommen, gehen selten weiter gegen Nordenals bis Jßfahan, kommen sie aber über Tebris, so dringen sie seltenweiter südlich, , als Schiras. Diese Stadt ist der Stapelplatz der vonAbuscheher kommenden Waare», wenn gleich der indische Handel meistmit den Kapitalien der Kaufleute von Jßfahan betrieben wird. Abu-scheher ist der einzige Hafen von irgend einiger Bedeutung, welchen Per-sien am Meerbusen besitzt, seitdem Bender-Äbbas, einst die große Ein-gangspforte des Reichs, von der Seeseite verlassen ist. Einige europäischeund nordamerikanische Schiffe besuchen Abuscheher, das eigentlich nureine sehr unsichere Rhede besitzt, die meisten Transporte werden indeßauf arabischen Fahrzeügen bewirkt, die entweder im persischen Golf selbst,oder an der Westküste von Indien, zu Kotschin und Deman, zu Haustsind. Dadurch, daß Bender-Abbas verlassen und verödet ist, hat dieStadt Kerman einen großen Theil ihrer vormaligen Handelswichtigkeiteingebüßt, denn sie hat fast ganz die unmittelbare Derbindnng mit deinMeere abgebrochen, die sie ehedem mit Lender-Abbas unterhielt. Mel'ch'heb ist an der östliche» Grenze des Reichs der Hauptplatz für den Handelmit Herat, Kandchar und Kabul, sowie mit Buchara. Herat sendet vonseinen Teppichen, jovtistr», Safran, Manna, Blei, Pistazien, Ma-