Königreich Buchara.
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2. Einteilung, Oberflächen - Gestaltung.
Die natürlichen und politischen Abtheilungen des Königreichs sindfolgende: I) Karakal; 2) Buchara und sieben Distrikte rings umher;3) Kermina; 4) Minankal oder Kntta Kurgkan; 5) Samarkand mitfünf Distrikten; 6) Dschessak; 7) Karschi; 8) Lubiab oder das Uferlanddes Opus; und 9) Balkh und die Provinzen auf der Südseite deSFlusses.
Die sechs ersten dieser Abtheilungen bilden das Thal des FlnsseSvon Samarkand, welcher unter dem Namen Kohik, oder Serafschan,d. h. goldführender Fluß bekannt ist. Dies ist das Thal, welches dieAraber Al Svgd nannten, und das Lob aller Zeitalter» seit den TagenAlexanders des Großen, erregt hat. Die arabischen Conquistadoren be-trachteten es als ein Paradies auf Erden; allein sehr viel von seinemRuhme muß auf Rechnung der umgebenden Wüstenei gesetzt werden,indem seine Schönheit das Auge derjenigen besticht, die Tage nnd Wochenlang in einem Ocean von Sand gereist sind. Aber auch ohne dieses istUnd bleibt es ein schönes Thal. Karschi, welches 15 deütsche Meilensüdlich von Samarkand liegt, ist eine Oase, welche von einem Flusse ge-bildet wird, der aus dem angrenzenden Staate Schehrsabes herabkvmmt.Das Uferland des OxuS ist von der Natur hoch begünstigt, allein derKulturstrich ist schmal und manche Gegend desselben liegt unbenutzt.Balkh und die Länder südlich vom Amu verdanken ihre Fruchtbarkeit demreichlichen Zufluß von Wasser, das vormals unter eine Menge von Dör-fern vertheilt wurde, allein Raub und Gewaltthätigkeiten aller Art habendies fruchtbar« Land veröde» lassen.
Diese Bezirke, obwohl sie als Vasallenländer des Königs von Bucharabetrachtet werden, sind es dock nur dem Namen nach, denn sie schickendem Könige jährlich nur ein Paar Pferde. Ihre Namen sind: Akkschu,Echibbergam, Andkhui, Meimaneb und Sfirexul. Alle, mit Ausnahmedes letzten Distrikts, liegen auf der Nordseite deS nördlichen Tebirgs-walies von Iran.
Die geologische Struktur und allgemeine Konfiguration einer großenEbene ist nicht weniger interessant, als die einer hohen Gebirgskette.Die große Ebene von Turkistan hat eine Höhe von 2,üvvFuß und dehntsich von Balkh in der Richtung nach Westen allmählig ab, wie der Laufder Flüsse anzeigt, die sich in den Äral See ergießen. Zwischen dem
Aus und Buchara besteht das Land aus einer Reihe niedriger, runder
Kalksteinberge, die nur mit einem dünnen Nasen bekleidet sind, und mitäcraümigen und harten Ebenen eines schiefrigen Thons abwechseln. Aufb>esen kommen einige Felder von Sandhügeln vor, die zwar von keinerTrotze,, Ausdehnung, aber doch hinreichend sind, das Wasser sämmtlicherzum Oxus strömenden Bäche und Flüsse zu verschlucken. Diese Sand-Plder scheinen in einer schmalen Bande parallel mit dem Flusse zu lau-indem sie ihre größte Breite zwischen dem Oxus und Karakul er-^>chen, wo sie ungefähr drei deütsche Meilen beträgt. Weiter gegen^uon sind sie nicht halb so breit, und nur ein Paar zerstreute Sand-
n^Tel si„d es, auf welche man zwischen Karschi nnd dem Oxus trifft,
festlich vo„ Buchara, der Hauptstadt, nehmen die Sanddünen an Vo-men zu, und treten zu beiden Seiten dicht an den Kohik, und lassenw-a schmalen Raum zur Kultur übrig; sie sehen nordwärts undOstwärts fort. Diese Sandhügel liegen auf dem festesten Boden, und