Das Land der Buruts oder Kara-Kirghisen. 135
Marginän, Chodschend, Taschkend und Tnrkestan, die nördlichste Stadtdes Fürstenthums.
Das Land der Buruts oder Kara-Kirghisen
liegt östlich von Chokand, zwischen diesem und den cbinesischen ProvinzenThian Schau nanln und Thian Schau pelu oder den Provinzen südlichund nördlich des Himmels-Gebirges, und dehnt sich auf den nördlichenVerzweigungen dieses Gebirgs aus, in denen hier der Sir seine Quellenhat. Es ist ein kaltes Bergland, mit vortrefflicher Weide, auf denender türkische Volksstamm der Kara-Kirghisen, welcher mit den Kasakenvon gleicher Abstammung ist, mit seinen zahlreichen Schafheerden um-herzieht. Sie nvmadisirten früher zwischen dem Tom und dem Obi,weil sie aber unaufhörlich Einfälle auf daö russische Gebiet machten, trugdie kaiserl. rüst. Regierung zu Ende des I7cen Jahrhunderts bei demdamaligen Fürsten der Dseugarei darauf an, sie in die Gebirge zwischenChokand und Kaschgar zu versetzen, wo sie noch heütiges Tages leben;seit dem Untergänge der Dseugarei als selbstständiger Staat haben sieihre Unabhängigkeit von der chinesischen Regierung behauptet, d. h. diese,welche an die Stelle der Dsengaren-Fürsten getreten ist, hat sich umdieses Häufchen Nomaden, deren Charakter eben keinen großen Muthverräth, wenig bekümmert, da es den Grenzprovinzen des Reichs nichtgefährlich werden kann. Die Kara-Kirghisen sind zwar Mohammeda-ner dem Namen nach, aber nichts weniger als strenge Glaübige. Siehaben nicht einmal Priester, diese komme» ivnen nur dann und wannaus den benachbarten Ländern zu.
Das Fürstenthum Chiwa.
Das Land besteht, wie beim Königreiche Buchara, aus einem Kultur-striche, und aus Wüste und Steppe. Chiwa im weitesten Sinne mitseinen Wüsten grenzt gegen Osten an Buchara, gegen Süden an das, Hersische Reich und die Steppen der unabhängigen Tnrkmannen, gegenfesten an den kaspische» Landsee, gegen Norden -an die Steppen undLüsten der unter russischer Oberherrlichkeit stehenden Kasaken.
, Der angebaute und am besten bewohnte Theil des Fürstenthums! ^hiwa kanu als eine Insel betrachtet werden, die im Süden und Westen? hvn der Sandwüste, im Norden vom Aral-See und im Osten vom Opusbegrenzt wird. Dieser Raum enthält kaum luv d. CiMeilen,^ein Boden ist überall eben; nur an den westlichen und östlichen Gren-Eä". erheben sich einige Sandhügel, und hier zieht sich auch eine langeleihe von Seen hin, die durch kleine Gerinne mit einander in Verbin-""g stehen, und gute» Wasser haben. Der Hanptzng in der Physiog->v,nie des Landes ist der Amu, der dasselbe mit Wasser versorgt, das>)>n von einer großen Menge zweckmäßig angelegter und sorgsam unter-