Das Reich Maroccv.
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> Thäler durchschnitten. Reich bewässert ist das Land. Der bedeutendsteFluß ist der Omen-er-rebeh, der in den höchsten Gegenden deö AtlaSentspringt, und im westlichen Laufe dem anämischen Ocean zufließt.Ihm zunächst steht der Tenstft, an welchem die Hauptstadt Marvcco liegt.Der Sns, ein kleiner Fluß, ist bemerkenswerth, weil er die Grenze derunmittelbaren Herrschaft des Kaisers von Maroccv bezeichnet, denn jen-seits, d. h. südlich von diesem Flusse liegt Sns-ul-Aksa, welcher Landes-theil in eine Menge kleiner Herrschaften zerfällt, die nur als Basaltendes Kaisers zu betrachten sind. Der Nun endlich bildet die äußersteSüdgränze von Mogh'rib ul-Slksa, denn an ihm hören jene kleine Herr-schaften auf. Unter den Flüssen, welche dem Ocean zufließen, ist nochder Sebu zu erwähnen, der die nördlichen Provinzen bewässert, und vonder Stadt Fez an für Boote fahrbar ist. Dem mittelländischen Meeretributpflichtig ist der Mulujah, oder Muloia, der größte Fluß des gan-zen ReichS, denn er hat einen Lauf von nahe an 9» d. Meilen. Er ent-springt in denselben Gegenden des Hochgebirge, wo der Omen-er-rebehseine Quellen hat, nur auf der entgegengesetzten, d. i. östlichen Seitedes Scheitelrückens. Von den Flüssen, die auf der Südseite des AtlaSentspringend, ihren Lauf nach der Sahara nehmen, „m in dem Sandeder Wüste zu versiegen, sind der Drah, Fibeli (der mit dem Tafilelt,Ziz oder Sedschelmessa identisch zu sein scheint), und Ghir die bemer-kenswertheste».
Das Klima dieses Landes ist eines der glücklichsten des ganzen afri-kanischen Erdtbeils. Außerhalb des Wendekreises gelegen kennt Maroccvnicht die Glubthitze der Tropenländer von Afrika, es kennt aber auchuicht die Dürre und Trockenheit der Sahara. Maroccv bat das Klimader südlichen Gegenden der iberischen Halbinsel. In den Küstengebietenfällt daö Thermometer nie unter-j-5" und steigt höchst selten bis auf-f-35°. Auf der Hochebene werden diese Temperarurgrade durch die Erhö-hung modifizirt, und diese Modifikation nimmt zu, wenn man in denThälern zum Gebirge hinaufsteigt. Unter dem Einfluß des südwestlichen^ufrstroms gelegen, werden dem AtlaS dieDämpfe des Oceans zugeführt,die sich an den Gebirgsspitzen kondensiren, und dem Boden einen reich-lichen Niederschlag zuführen, der die Thäler und Ebenen befruchtet.Selbst in den flachen Küstengegenden beträgt die jährliche RegenmengeNoch 29 Zoll. Der Winter ist für Maroccv die Regenzeit. Dann be-heckt sich das Hochgebirge mit Schnee, der auf den höchsten Spitzen be-ständig liegen bleibt.
3. Das Volk.
Es ist bereits oben erwähnt worden, daß die Volksmenge des ReichsHuf 8'/, Millionen angeschlagen werden könne. Davon leben im Reiche»ez 3,200.000 auf 5,540 lü Meilen, im Reiche Maroccv 3,600,000 auf,'2l» lH Meilen, in Tafilelt und Sedschelmessa 700,000 auf 1,790 S Mei-im Adrar, SnS u. s. w. 1,000,000 auf 3,l70 Ll Meilen, was imDurchschnitt 645 Seelen auf einer Quadratmeile gibt. Die Bevölkerungflieht aus Amazirghen oder Mazirghen, den Abkömmlingen der Ursas-Z" des ganzen nördlichen Afrika, vom Nilufer bis zum atlantischen-^cean. Sie zerfallen der Hauptsache nach in Bereber und ScheUöchen,dvn denen jene den nordöstlichen Theil, diese den mittlere» und südlichen^veil des Reiches bewohnen. Diese beiden Zweige der Urbevölkerung