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Mohammedanisches Staatensystem.
unterscheiden sich wesentlich dadurch, daß die Bereber von weißer Haut-farbe sind nnd oft mit blondem Haar, mit kräftigen, athletischen For-men, die Schellöchen dagegen eine dunkle Farbe und eine minder kräf-tige Körperbeschaffenheit haben, so wie eine gewisse natürliche Steigungzu Ausübung von Künsten und Handwerken besitzen, worin sie die Bere-ber weit übertreffen. Diese leben gewöhnlich unter Zelten, bisweilenauch in Höhle», treiben hauptsächlich Viehzucht, und legen sich auch aufdie Bienenzucht. Die Schellöchen ihrerseits sind vorzugsweise Ackerbauerund Mannfakturisten; statt der Zelte nnd Höhle» haben sie Haüser,Dörfer und Städte. Daß diese beiden Völkerschaften Zweige eines unddesselben Stammes seien, soll nicht gesagt sein, im Gegentheil scheintAlles, — Sprachez, Sitten nnd Gewohnheiten» vorherrschende Neigungsich von einander abzusondern, u. d. m. — darauf hinzudeuten, daß wires hier mit zwei verschiedenen Völkern zu thun haben, von denen dieSchellöchen die wahren Ursassen, die Bereber aber Einwanderer, vielleichtaus Palästina nnd noch weiter aus Persie» sind. Der Zahl nach über-treffen die Bereber die Schellöchen, von jenen gibt eS im Reiche Marocco2,30v,00ü, von diesen l,450.000; die Amazirghen, — unter denen wiralso die Urbewobner und die ältesten Einwanderer verstehen müssen, —betragen also zusammen genommen 3,750,00V Köpfe. Ihnen zunächststehen die Mauren mit 3'/- Mittönen. Aus einem Gemisch verschiedenerasiatischer Völker bestehend, in welchem jedoch der arabische Menschen-schlag das Haupiprinzip zu bilden scheint, und die arabische Sprache immogbribiuischen oder abendländischen Dialekt redend, bilden die Maurendie Vornehmsten und Mächtigsten unter den Inwohner» des Kaiser-thumö Marocco. Es sind schlanke, wohlgebildete Gestalten, sie habe»schöne Augen nnd Zähne und eine sehr verschiedene Hautfarbe, wegenihres Umgangs mit Frauen verschiedener Farben, namentlich den Schwar-zen des Süden; je dunkler ihre Farbe, desto schöner und von verschiede-nerem Charakter sind die Männer. Aber der Charakter «st bei diesereinflußreichsten Menschenklatze unter den Bewohnern des nördliche»Afrika'» über alle Maßen gehässig. Der Perser, der Franzose des Mor-genlandes, ist noch ein — Engel gegen den Mauren. Der Maure ist umbeständig, treüloS, lügnerisch, grausam, unfähig, weder durch Furcht, nochWohlthaten im Zaume gehalten zu werten; schon in seinem Blick liegtEtwas, was Unhcimlichkeit, Widerwillen, Furcht erregt. Sinnliche Lieb«»Rachsucht, Ehrgeiz und Habsucht sind seine Leidenschaften. Ideen deöWohlwollens und der Menschlichkeit sind ihm fremd. Stolz, hart u»danmaßend gegen den Untergebenen ist der Maure kriechend und denn«*thig gegen den Höhergestellten, und knechtisch gegen den Mächtigere»-Das Weib ist in den Augen des Mauren nur zum Sinnengenuß »»^zur Fortpflanzung des Menschengeschlechts geschaffen, und diese Anstcisttheilt das weibliche Geschlecht selbst; eS ist deßhalb damit zufrieden,seinem Harem oder Weibergemach eingeschlossen zu werden, und die Wei-ber würden eS als eine Beleidigung betrachten, wenn ihr Gatte sie fre>»'den Blicken blosstellte. Im beklagenswerthesten Zustande der Unwissemheit lebend, verachten die Mauren alle andern Völker, die sie als B»r^baren behandeln. Ihr religiöser Fanatismus übersteigt alle Begriff?'nie sehen sie einen Christen, ohne auszurufen: „Schütze uns Gott vvder Berührung der Kafiren, d. h. der Unglaübigen!« Sich selber g?»?sie keinen andern National- und Volksnamen, als EmSlimi oder M» .limin, nämlich Nechtglaübige, der in ihrem Sinne dem der Mauren b
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