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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatensystem.

Gniiiea'S zu betreiben, der besonders in Elfenbein, Nhinoceroshörnern,,Weihrauch, Goldpulver, Goldftangen, Edelsteine», Straußenfedern (dei> !schönsten, die man kennt), Gummi des Sudans, Kopal, Baumwolle,Kardamom, Asmfötida, Indigo und schwarzen Vklaven beider Geschlecht,ter besteht. Diese Gegenstände, die einen ungeheuren Gewinn bringen ikönnen, werden gegen Salz, Mäntel, Gürtel, Tabak, türkische Dolche,kleine Spiegel und blaue Tücher eingetauscht, die bei den Einwohnernder Bezirke Tuat, Mograffi und den Stämmen der Wüste, welche dieSalzquellen besitzen, besonders beliebt sind.

Auffallend sind die Märkte, die an gewissen Orten des Sudan gs-halten werden. Auf eine Seite irgend eines Hügels stellen sich diemogh'ribinischen Mauren, auf die andere Seite die Schwarzen von BerNund an den Ufern des Nils die Neger. Jene legen ihre Waaren aufden Hügel nieder, und entfernen sich sodann. Die Neger gehen sietersuchen, und legen unter jedes Stück Waare so viel Goldstaub, als siegeben wollen, worauf auch sie sich entfernen. Die Mauren kehren zurück,und finden sie den Goldstaub mit dem Werthe des Gegenstandes stiin-mend, so nehmen sie ihn und lassen die Waare; wenn nicht, so nehm«"sie diese zurück, und wird das Gebot nicht erhöht, so ist der Handel z»Ende, und man trennt sich. Ist man hingegen beiderseits zufrieden, stvereinen sich Mauren und Neger, und reisen vierzehn Tage lang insteinander. Die Oasis von Tuat, nämlich ihr Hauptort Agabli, liegt 3"Tagreisen von Tafilelt entfernt, im Mittelpunkt der Wüste. Dort tresifen andere von Algier, Tunis, Ghadameö, Tripoli und Fessan kommen^Karavanen zusammen, und ihren Weg vereint fortsetzend, gerathen fstan den Grenzen des Sudan zu denen von Marocco, und ziehen mit die-sen zu dem großen Binnenmärkte. Von den 4VVV schwarzen Sklave»'welche jährlich in das Mogh'rib gebracht werden, bleiben wenig mehr de»»die Hälfte im Lande; die übrigen schickt man zu Lande nach Algier odekTunis. Selten sieht man heutiges Tages mit ihnen einen Verschnittsnen ankommen, deren es doch im Negerreiche Bambarra viele gibt, n»dwir glauben nicht, daß sich deren gegenwärtig 25 im ganzen Nei^Marocco befinden. — Dieser Handel endlich führt nach dem Sudan »>'»Guinea etwa für l Million Piaster maroccanischer Waaren aus, währenddagegen für mehr denn IvMillionen an schönen Straußfedern, Gold u>'°Elfenbein und Sklaven eingeführt werden, von welcher Summe >na»zwei Drittel mit vielem Gewinn in Algier und Tunis wieder absetzt. ,,

Was die sittliche und geistige Kullnr der Bewohner von Mogd/rib-ul-Aksa anbelangt, so haben wir bereits oben den sittlichen Zusta»der Mauren kennen gelernt. Anders ist es bei den Amazirghe» "»Arabern, den seßhaften und Beduinen. Unter dem niedern Dache dienbeiden Volksstämme, in den sonnverbrannten Ebenen und in den ste>st,Gebirgsschluchten des Arlas finden sich noch jetzt die mildern Sitten,beschränkten Bedürfnisse, die kindliche Verehrung, die Achtung vor Gsberu, die Ergebenheit in Gottes Fügung, der Muth und die ausrich"-'Gastfreundschaft, welche an die Tugenden und einfachen Sitten der astePatriarchen erinnern. In der geistigen Kultur stehen diese Völkersch»^teil den Mauren nach; im Innern deö Landes und gegen das AtlaSgbirge hin gibt es weder Unterricht noch Schulen; ganzen Landstrich sfehlt es selbst an Moscheen. Das Himmelsgewölbe und die Natur v,den dort des Berebers einzigen Tempel und nicht selten auch den oBeduinen und des Mauren der Ebene. Gegen die Himmelsgegend,

das Tagesihre GebetGott, alsihre ganzeund iutelle»ien seßhaschaft auszden Unterrund auf lKnaben u>ter denenist, auf dcGeometrie,förmlich ainnerhalbder Muselwas auße—- au« Gder Literatlen ihn nweit, daßUchen VolAber trotzBildung i

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