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Mohammedanisches Skaatensystem.
Zeüqe daraus, von denen die Stücke etwas über sechs Zoll breit sind.Diese Streisen werten zn den sogenannten Panjen, Schürzen, der ei-gentlichen Negertracht, zusammengenäht. Den Indigo benutzen sie zumFärben. In den reicheren Landein verfertigt man Zeuge, deren Fein-heit und Schönheit bewundernswerth sind; und die hübschen Panjen, dieherrlichen Matten, Körbe, Hüte, Köcher, Zierrathen u. s. w. beweisen, daßdie Täkruri und anderen Jnner-Afrikauer Geschmack haben, und Arbeitenlieben, welche Feinheit in der Ausführung und Geduld erfordern. Auchim Äunstfleiß zeichnen sich die Pölen, und unter den Negern die Man-dinger aus; sie sind tüchtige Gerber, Schuster, Schmiede, Töpfer, Gold-und Silber Arbeiter; zudem spekulative Handelsleiue, die einen bedeu-tenden Verkehr treiben. In dem Handel nach dem Mogh'rib - ul-Aksahaben sie an den Mauren betriebsame Nebenbuhler. Überhaupt ist derHandel im Täkrur sehr ausgedehnt: nichts Seltenes ist es, in den in-nersten Landschaften Kaufleüte aus Mochha in Arabien, ja selbst auöOstindien anzutreffen.
Vor dem vierzehnten Jahre regt sich der Geschlechtstrieb nicht beiden jungen Täkairne; dann erwacht er, bald sucht er sich einen Gegen-stand seiner Liebe und erhält ihn leicht. Diese erste Frau bleibt immerseine Freündin, seine Vertraute, und behauptet stets den ersten Rang,die erste Stelle im Hause. Ist der Mann reich, so nimmt er noch ei-nige Frauen, die aber jener untergeordnet sind. Alle Bedürfnisse, alleBegierden des Afrikaners sind auf diese Art befriedigt, ohne daß es ibrnMühe kostet, ohne Anstrengung des Geistes und Körpers; seine Seelekommt beinahe nie aus der erfreülichen Behaglichkeit. Unruhen, Be-sorgnisse, heftige Leidenschaften sind ihm fast unbekannt; sein Fatalis-mus macht, daß er kein Ereiguiß fürchret oder hofft, ohne Murren un-terwirft er sich Allem, und sein Leben verstreicht in Ruhe, in einerangenehmen Nachlässigkeit, die sein höchstes Glück ausmachen. DieVerfassung, unter welcher die Völker des Beleb-es-Sudan leben, istmehrentheils die monarchische, die bald absolut, bald durch aristokrati-sche, seltener durch demokratische Elemente beschränkt ist. Die wichtig-sten Staaten in diesem Ländergebiet sind folgende:
Die Pölen-Staaten im Sudan und in Senegambien.
1) Das Reich Hanssa oder das Reich der Fellatabs, dermächtigste unter den Staaten des Täkrur, fast genau in der Mitte desErdkheils gelegen, im Stromgebiete des Qnvrra, in neüerer Zeit ge-stiftet von den Fellatahs, die in den centrale» Gegenden des Beled-es-Sndan als Eroberer aufgetreten sind. Die Landschaften, aus denen die-ses Reich zusammengesetzt worden ist, sind: das eigentliche Hanssg-Kaschna, Nisse, Sanfara, Danra, Segsey, Kano, Äubir, Kebe, Guar>,Kattagum, Awuik, Kern-Kern und Dschakvba. Die Hauptstadt desReiches der Fellatahs ist Sackatu, an einem Zufluß des Qnvrra g^legen, die größte Stadt in ganz Täkrur, gegen 89,900 I., g> vßteutheilsPölen enthaltend. Andere große Städte sind Kaschna und Kano, ^gegen 49,999 I. zählen und von denen die zuletzt genannte der bedell-tendste Handelsort im nördlichen Jnner-Afrika ist.
Westlich vom Reiche Hanssa liegen im Beled-eS-Sudan die PöleN-Staaten: ^ .
2) Tenboctn, Tombnctu, Timbuctu, vormals der mächtigste Stam
im Täkrur, der aber später in Verfall und abwechselnd unter die Ober-
Herrlichkeitwieder unaderen Nähdamit dieTimbuctu !ter Schifffa«in bedeütclande ober!in zwei S>
3) UrüberwiegenM a si n a,
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