Die Fellatah-Staaten im Innern von Afrika.
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Herrlichkeit von Marocco, Bambarra und Haussa gerathen, jetzt aberwieder unabhängig ist, dagegen aber doch den Tuariks der Wüste, inderen Nähe die Hauptstadt liegt, einen Tribut zahlen muß, um ihnendamit die Plünderung des Landes abzukaufen. Unfern der HauptstadtTimbuctu liegt der kleine Ort Cabra am Dscholiba, auf dem ein lebhaf-ter Schifffahrtsverkehr betrieben wird. — Bambarra oder Banbny'r, sonstein bedeutendes Reich, das überwiegende im westlichen Sudan, im Berg-lande oberhalb Tenboctu, zu beiden Seiten des Dscholiba, zerfällt jetzttu zwei Staaten:
3) Unter-Bambarra, mit der Hauptstadt Dschinan, jetzt dieüberwiegende Macht im westlichen Sudan, der die kleinen FürstenthümerÄasina, Banan und Diriman tributpflichtig sind; und
4) Ober-Bambarra, mit der Hauptstadt Sego, die, so wieDschinan, am Dscholiba belegen ist, eine Stadt mit 30,006 I. San-sanding und Bammakn, ebenfalls am Dscholiba; bei der zuletzt genann-ten Stadt beginnt die regelmäßige Gchifffahrt auf dem Strome.
5) Biru, mit der Hauptstadt Walet, die größer ist als Timbuctu,Und einen ansehnlichen Holzhandel betreibt.
In Senegambien liegen folgende Staaten:
6) Futa-Toro, längs des linken Senegal-Ufers; — 7) Bon du,hauptsächlich am Faleme; — 8) Fu t a-D scha l l o. um die Quellen desSenegal, des Gambia und der übrigen großen Flüsse Senegambiens;
9) Äasso, auf der Nordseite des Senegal; — IN) Fuladu, an denQuellen des Ba-ulima, eines Hauptzuflusses des obern Senegal; — II)Dschallonkadu, von den Dschalonkes bewohnt, die sehr wahrschein-lich dem Pölen-Stamme angehören.
Östlich vom Reiche Haussa liegen, bis gegen den Ober-Nil, dieStaaten:
12) Born», die überwiegende Macht im östlichen Theil von Tä-°rur, auf der West- und Südseite des Tschad-Sees, mit der HauptstadtAuka. Tributpflichtige Länder von Boruu sind: Katatu, Mandara,Bagarmeh, Andam (wo sich Christen befinden sollen) und Kanem.
13) Fittre oder Kuka, von Arabern bewohnt, die von hierausAegen Osten hin unter den Urbewohnern sehr zahlreich werden; — 14)Detko; — 15) Mobba, Szaleh, Borgo oder Wadny, mit der Haupt-Üadt Warra; — 16) Für, welches mit der zum türkischen Reiche^hörenden Provinz Kvrdofan grenzt, und dessen Hauptstadt Cobba einStapelplatz des Handels zwischen dem Inner» von Afrika und den Nil-ländern ist; — 17) Kulla, ein fast nur dem Namen nach bekanntes"and, südlich von Mobba, bis wohin die Polen am weitesten gegen Süt-usten vorgedrungen zu sei» scheinen, denn es leben dort lohfarbige Leüte,Welche den schwarzen Urbewohnern die Lehre des Propheten gebracht ha-°E>«, ohne daß diese große Fortschritte gemacht hat.
Die Jolofen - Staaten in Senegambien.
. Das eigentliche Jolof, einst der Mittelpunkt eines großen Reichs«n Jolofen - Nation, das sich in folgende kleine Staaten getheilt hat:/^allo, Kajor, Baol, Sia und Salnm, von denen der zuletzt genannte.teilweise schon von Mandingern bewohnt ist. Galam, von den Serra-°lets bewohnt, die vielleicht zu den Jolofen gehören.
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