Die mohammedanischen Länder im südlichen Asten. 167
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! Beamten, dort sieben, hier vierug, die nickt allein die FinanzverwaltnngUnter sich haben, sondern auch über Krieg und Frieden entscheiden. Undbei den Makassaren von Goa, gleichfalls auf Celebes, gibt es sogareinen Beamten, der die merkwürdige Gewalt besitzt, den König abzu-setzen und die allgemeine Nathsversammlnng zur Wahl eines andernKönigs znsammenznbernfcn. Die Budsckis sind das unternehmendsteSeevolk im ganzen Archipelagus. Sklaverei ist unter allen diesen Völ-kerschaften üblich, dock meist nur als Folge des Krieges, indem dieKriegsgefangenen zn öffentlichen Arbeiten verwendet werden. Auch Schul-den können in zeitliche oder ewige Sklaverei führen. Doch schließen diesebeiden Rücksichten den eigentlichen Menschenraub nicht aus.
I» den mohammedanischen Ländern Südastens gehören auch nochdie auf der malaischen oder Malacca-Halbinsel belegenen kleinen StaatenPerak, Salengore, Dsckohore, Pahang und Numbo, die theils von Ma-laien, theils von Budschis bevölkert, von denen jene aus dem innerenHochlande Snmatra'ö, diese von Celebes eingewandert sind, und hier aufdem Festlande Kolonien gebildet haben, aus denen unabhängige Staatenhervorgegangen sind, die jedoch mehr oder minder unter dem Einflußsowohl des indo-britischen Reichs, als des hinterindischen Reichs Siamstehen. Salengore ist der bedeütendste unter diesen Vereinen, deren Ver-fassung der ähnlich ist, welche wir oben geschildert haben. Die Malaienund Budschis sind hier, wie gesagt, Kolonisten; die Urbevölkerung derHalbinsel hat sich vor ihnen in die unwegsamen Wildnisse des InnernZurückgezogen. Es sind Wilde von dem Menschenschläge, den man Au-stral-Neger, Negritos, nennt, umherschweifende Jäger und Fischer, ohnealle Kultur, während jene Kolonisten an der Bildung ihres Stammes,bie freilich auf einer niedern Stufe steht, Theil nehmen. — Die Bewoh-ner der Jnselreihe der Malediven gehören ebenfalls der mohammedani-scken Welt an. Sie bilden kleine Gesellschaften, die einen lebhaftenHandelsverkehr mit den südlichen Häfen des britischen Indiens, sowieNstt Atschin auf Sumatra unterhalten.