Geographie und Statistik des buddhaistit'chenStaatentytteins.
Ueber licht.
Ostasien ist der Schauplatz, auf welchem die Völker des Buddha-glaubens ihre Thätigkeit zuerst selbstständig entwickelt haben. Sie habenihre Herrschaft ausgedehnt von da aus weit über die Grenzen ihrer ur-sprünglichen Heimath, und sich Völker anderer Glaubenssysteme Unter-than gemacht; aber auch sie sind den Bekenuern anderer Religionen undderen Oderherrlichkeit verfallen. Nichts desto weniger hat das Bnddha-thum, welches ein Jahrtausend älter ist als das Christenthum, in Bezugauf Kultur und nationale Wohlfahrt, das Übergewicht behalten; ihmverdanken es die BewohnerOstasienö, daß sie aus wilden, umherschwei-fenden Nvmanden, seßhafte, civilisirte und mächtige Nationen gewor-den sind.
Die Länder dieses Staatensystems erstrecken sich vom Altai bis zumHimalaya und den äußersten Enden der hinterindische» Halbinsel, undvom Bolor bis zu den östlichen Küste» des Erdlheils Asien, und, dar-über hinaus, bis auf die japanischen Inseln. Sie umfassen ganz Mit-telasien und Ostasien, die sv eben genannten Inseln, welche den KüstenrandOstasiens reihenförmig begleiten,' und die Halbinsel jenseits des Ganges/Hinterindien.
Die Staaten des bnddhaistischen Systems grenzen auf zwei Seite»mit dem eüropäischen Staatensysteme, gegen Norden mit dem russische»/gegen Südneste» mit dem indo-brittischen Reiche. Ja, gegen Süde»stehen sie mit den eüropäischen Staaten gleichsam auch in Berührung/durch Wasser freilich von ihnen getrennt, nämlich mit dem niederländüschen und mit dem spanischen Indien, d. i. mit den General-Gouverne-mentS von Batavia und von Manila. Gegen Westen stoßen die Buddha-Staaten an die mohammedanischen Staaten in Tnrkistan, gegen Süde»an die analogen kleinen Staaten auf der malaischen Halbinsel.
Die Bestandtheile des bnddhaistischen StaatensystemS sind: das chünesische Reich, das japanische Reich, die Reiche Annam, Siam u»dBirma.
Diese Staaten sind hier nach der Reihenfolge ihres politischen R»mges aufgezählt. Das chinesische Reich steht in diesem Systeme an derSpitze. Es bildet einen Mittelpunkt, um den sich die übrigen Buddh»^Staaten schaaren, in größerem oder geringerem politischen Verkehr '»'^ihnen stehend und eine Art Suprematie über sie ausübend; völlig isolss^aber gegen das europäische Staatensystem, mit dem das chinesische Retz»nur äüßerst geringe Verbindungen unterhält. Diese beschränken sich
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