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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Buddhaiftisches Staatensystem.

Alterthum sei die kehre vvm Dasein Gottes nicht davon ausgeschlossengewesen, und manche Stellen bei Confucius lassen glauben, das; dieserWeise es selbst annahm. Aber die geringe Sorgfalt, die er anwendete,es seinen Schülern einzuprägen, das Unbestimmte in seinen Ausdrucke»,und die Sorgfalt, womit er seine Ideen von Moral und Gerechtigkeitausschließlich auf das Prinzip der Ordnungsliebe und eine schlecht defi-nirte Gleichförmigkeit mit den Absiebten des Himmels und dem Gangeder Natur gestützt hat, haben den Philosophen, die auf ihn gefolgt sind,erlaubt, sich so weit zu verirren, daß mehrere unter ihnen, seit dem12ten Jahrhundert in einen wahrhaften Spinvzismuö verfallen sind,und, auf das Ansehen ihres Lehrers gestützt, ein System gelehrt haben,welches an Materialismus stößt, und in Matheismus ausartet. Derrein bürgerliche Kultus, womit man den Himmel, die Schntzqeister derErde, der Gestirne, der Berge und Flüsse, so wie auch die Seelen derÄltern ehrt, ist in ihren Augen eine gesellige Einrichtung, die nicht vielauf sich hat, oder deren Sinn sich wenigstens verschieden auslegen läßt.Dieser Kultus kennt weder Bilder noch Priester; im Allgemeinen beken-nen sich die Gelehrten dazu, ohne übrigens von anderen Gottesdienstenentlehnten Gebraüchen zu entsagen. Sie sind aberglaübiger, als religiös,Überzeugung hat mit ihrem Benehmen wenig zu thun; das Herkommennöthigt sie zu Manchem, worüber sie sich selbst lustig machen, wie zurUnterscheidung von glücklichen und unglücklichen Tagen, zum Nativität-stellen, zur Wahrsagung aus den Gesichtszügen, mit Loosen, u. a. m.

Die dritte Religion China's wird von ihren Anhängern als die ur-sprüngliche der ältesten Bewohner angesehen. Sie hat mit der vorige»viele Lehrsätze gemein: nur wird darin die individuelle Existenz derScbntz- und bösen Geister unabhängig von den Theilen der Natur, wel-chen sie vorstehen, mehr anerkannt. Dieser Kult ist durch die Unwissen-heit seiner Bekenner in Vielgötterei und Götzendienst ausgeartet. Prie-ster und Priesterinnen sind dem Cölibat geweiht, und treiben Magie,Astrologie, Geisterbeschwörung und tausend andere Dinge lächerlichenAberglaubens. Man nennt sie Tao-sse, oder Lehre der Vernunft, weileine ihrer Grundlehren, welche sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrech-nung von Lao-tse, einem ihrer Meister, gegeben wurde, das Dasein derUr-Vernunft, der Welt-Erschafferi», ist, der Logos der Platoniker.

Das vierte Glaubenssystem, welches im chinesischen Reiche seineAnhänger bat, ist die Lehre des Propheten Mohammed, die unter allentürkischen Völkerschaften zu beiden Seiten des Himmelsgebirgs verbreitetist, und auch in Westtübet Eingang gefunden hat.

Außerdem gibt es im chinesischen Reiche Juden, selbst in Chinanoch, wohin sie im hohen Alterthum aus den östlichen ProvinzenPersiens gekommen sind; Manichäer und Parsis, wenig bekannteSectirer, welche sonst Niederlassungen in der Tatarei hatten. Katholisch?Missionäre sind im 16ten Jahrhundert in China eingedrungen, undhaben, besonders wegen der, von gelehrten Jesuiten der herrschendenDynastie erwiesenen Dienste, sehr guten Erfolg gehabt. Seitdem hatdie katholische Mission zwar merklich abgenommen, aber sie ist nicht er-loschen, und gewinnt vielmehr in der allerneüesten Zeit wieder an Aus-dehnung. Die evangelische Mission hat gleichzeitig durch Übersetzung derBibel das Christenthum in China zu verbreiten gesucht, ohne jedoch bisjetzt bei den Chinesen großen Eindruck gemacht zu haben.

Heiden im engsten Sinne des Worts gibt es unter den tungustsch?"

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