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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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191
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Das chinesische Reich.

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sein Name sagt, Goldgeschiebe; sehr reich an Gold ist Tübet, aber eswird daselbst wenig darauf gebaut. Eisen, Blei und Kupfer sind sehrgewöhnlich. Berg- und Hütteubau sind im blühendsten Zustande: Meh-rere Mischungen von Kupfer und Zink, Zink und ZinN, Blei und ZinnKommen in verschiedenen Orten im Innern von China. Man findet"agulith, Quarze, Rubine, vielleicht auch den Smaragd, den Topfstein,woraus man besonders Schreibzeugs macht, den Speckstein, der zu Zier-rathen geschnitzt wird; verschiedene andere Steinarten, die zu feinen Ar-beiten benutzt werden, so insbesondere den Speckstein, woraus man mu-sikalische Instrumente verfertigt. Der unter dem Namen Ja so be-rühmte Nephrit findet sich in Schan-si, vornehmlich aber zu Chvtan in^hian Schau Nan lu, von wo große Quantitäten dieses von den Chi-nesen so hoch geschätzten Minerals nach China kommen. Die westlichenUnd ,löblichen Provinzen dieses Landes enthalten ungeheure Steinkohlen-felder, zahlreiche Salzquellen und große Steiusalzbänke, die auch in Jn-Nerasieu vorkommen, dessen Salzseen eine große Nutzung gewähren; undbemerkenswert!) sind noch die, in verschiedenen Provinzen China's vor-kommenden Hotsing, d. h. Feüerbrunnen, gebohrte Brunnen, zuweilen3.000 Fuß tief, deren, daraus hervorstrvmende bitumenhaltigeS Gassehr entzündbar ist, und deswegen zu haüslichen und technischen Zweckenbenützt wird, namentlich zur Salzsiederei, indem mit diesen Gas-Aus-strömungen in der Regel Svolquellen verbunden sind, die nach Art der^stesiscben Brunnen erbvhrt werden. China ist nämlich die Heimathdieser Bohrbrunnen.

In der technischen Kultur haben es die Chinesen zu einer Voll-kommenheit gebracht, die in vielen Stücken bei den eüropäischen Völkern"och nicht erreicht ist. Ihre Industrie ist wunderbar in Allem, wasLebensbequemlichkeit angeht. Der Ursprung mehrerer Künste verliertsich bei ihnen in der Nacht der Zeit, und die Erfindung derselben wirdPersonen zugeschrieben, deren Existenz für uns in's Gebiet der Mythegehört. Sie huben immer, so weit die Geschichte reicht, die weide zubereiten verstanden, welche die Kaufleute eines großen Theils von AsienAu ihnen herbeizogen. Die Porzellan-Fabrikation ist von ihnen zu einerVollkommenheit gebracht worden, die erst seit wenigen Jahren in Eüropa^reicht worden ist. Der Bambus dient ihnen zu tausenderlei Arbeiten,-chbre Baumwollenzeüge sind in der ganzen Welt berühmt; wer kenntuicht den Stoff, der unter dem Namen Nanking knrsirt? Ihre HauS-geräthe, ihre Gefäße, ihre Instrumente und Werkzeüge aller Art sindburch große Dauerhaftigkeit und eine gewisse, oft Nachahmungswerthe,sinnreiche Einfachheit merkwürdig. Die Polariiät deS Magnets kanntenb'e Chinesen 2,500 Jahre vor unserer Zeitrechnung, wiewohl sie daraus"inen Nutzen für die Schifffahrt gezogen haben. Schießpulver undandere entzündbare Mischungen, deren sie sich zu überraschenden Feüer-'uerkei, bedienen, waren ihnen seit sehr langer Zeit bekannt, und mansimnbt, daß ihre Donnerbüchsen und Eteingeschütze in Eüropa die IdeeAur Artillerie gegeben haben, obwohl die Gestalt der Flinten und Kano-ucn, hexe,, sie sich gegenwärtig bedienen, von den Eüropäern zu ihnen^bracht worden ist. Jederzeit konnten sie Metalle verarbeiten, musika-"sche ^«o^umente verfertigen, harte Steine poliren und schneiden.

und Stereotyp - Druck gehen bei den Chinesen bis auf diezehnten Jahrhunderts zurück. Sie sind ausgezeichnet inFärberei, Firnißarbeiten. Nur unvollkommen ahmt man in

MzschuittA'tte desStickerei.