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BuddhaistlscheS Staatensystem.
Europa viele Erzeugnisse ihres Gewerbfleißes nach: ihre lebhaften,unveränderlichen Farben, ihr feines und dennoch dauerhaftes Papier,ibren Tusch und eine Unzahl anderer Gegenstände, welche Geduld, Sorg-fält und Geschicklichkeit erfordern. Sie finden Gefallen daran, fremdeMuster nachzuahmen; sie zeichnen sie mit ängstlicher Genauigkeit undsklavischer Treue nach. Sie fabriziren sogar ausdrücklich für die Euro-päer allerlei nach der Letzter» Geschmack, wie Figuren aus Speckstein,Porzellan, gemaltem Holze, und die Handarbeit ist so wohlfeil bei ihnen,daß es oft vvrlheilhafter ist, Arbeiten in China zu bestellen, welche voneuropäischen Handwerksleüten ausgeführt werden können. Tübet treibtkeine Industrie. Die technische Tbätigkeit beschränkt sich auf die aller-einfachften und allerunentbehrlichsten Dinge für Kleidung und Hausbe-darf, alles Übrige wird entweder aus China, oder aus Indien und Tur-kistan bezogen, und es gehört keineswegs zu den Seltenheiten, daß eüro-päische Manufakturwaaren, namentlich Tuch aus deütschen und russischenFabriken, auf diesem Hochplateau des inner» Asiens ihre Konsumentenfinden. In den Provinzen auf der Südseite des Himmelsgebirges, oderdem Chinesischen Turkistan, stehen die technischen Gewerbe in hoherBlüthe, insbesondere zeichnen sich hier die Slädte von Chvtan, Jarkansund Kaschkar durch Wollen-, Baumwollen- und Seidenmanufakturenaus, die in ihren Fabrikaten zwar nicht die Vollkommenheit der chine-sischen und eüropäischen Gewcrbeerzeügnisse erreichen, doch aber der Quan-tität nach so bedeutende Thätigkeit entwickeln, daß sie fast alle Wander-völker des mittlern Asiens mit ihren Produkte» versorgen können. Dennbei diesen und so besonders bei den Mongolen herrscht ein sehr geringerGewerbfleiß.
Völker, welche eine so ausgezeichnete Betriebsamkeit in der land-wirthschaftlichen, wie in der technischen Industrie entwickeln, die Überbeinnach Hunderten von Millionen zählen, müssen unter sich einen äußerstlebhaften Handel treiben. Darum ist der innere Handel Cbina's weit be-brütender, als der nach Außen. Er wird auf den Flüssen und Kanäle»betrieben, und besteht hauptsächlich im Austausch der natürlichen und indu-striellen Erzeügiiisse der verschiedene» Provinzen und Bestandtheile desReichs. Das ungeheüre Reich hat eine so große Manchfaltigkeit in de»Produkten, daß dieser Handel zur Beschäftigung des größten Theils derGeschäftstreibenden in der Nation hinreicht. Dies hat dazu beigetragen,daß die Chinesen den Seehandel vernachlässigen, wiewohl ihn Kaufleutesonst auf dem Indischen Meere und selbst bis Arabien und Aegypte»schifften, und noch heutzutage des Handels wegen die Häfen von Aenai»und Japan besuchen. Was den Landhandel betrifft, so haben sie sich z»verschiedenen Zeiten sehr lebhaft damit beschäftigt, und es ist kein Zwei-fel, daß Interessen dieser Art die chinesischen Kolonieen nach der Tar-tarei geführt, und die vielen chinesischen Heere nach den westlichen Län-dern gezogen haben. Besonders der Seidenhandel, den sie, durch Ver-mittelung der Bucharen, Äsen und Perser mit den Römern trieben, hatdie Chinesen im Occident bekannt gemacht, und die Bewohner des Abend-landes nach China gezogen. Im Allgemeinen verbergen die Chinese»HandelSnnternehmungen unter dem Schein politischer Verhandlungen-und wenn von Persien, Turkistan, oder anderen Ländern im Westen desReichs Karavanen kommen, so gibt man die Handelsleüte für Abgesandteaus, welche dem Kaiser ihre Huldigung, und ihre Waaren als Tributbringen, wogegen man ihnen Geschenke' von gleichem Werthe gibt. S»
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