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welche zwei und zwei verbunden, einen Cyklus von 60 bilden. DieserCyklus gilt im gemeinen Lebe» als Woche, und in der Geschichte dienter zur Zeitbestimmung der Begebenheiten, wie bei uns die Jahrhunderte.Der ThierkrerS hat 12 Zeichen und 28 lunarische Sternbilder. Der na-türliche Tag hat 12 Stunde», deren jede noch ein Mal so lang dauert,als die unsrige, und die erste Stunde fängt um il Uhr Abends an. DieStunde hat 8 Che, und der Monat theilt sich in 3 Dekaden. Die Ab-fassung des Kalenders war für China immer ein wichtiger Gegenstand,und wegen Vernachlässigung der Astronomie hatte man mohammedani-sche Astronomen berufen, um sich damit zu beschäftigen. Deren Stellenhaben dann die Jesuiten eingenommen, und seitdem diese abgetreten, istdie Arbeit wieder chinesischen Astronomen übertragen worden, welche diesGeschäft sehr unvollkommen verrichten.
Die Chinesen betreibe» Uranographie, Meteorologie und Astrologiemit Vorliebe. Die Medizin ist mit aberglaübigen Gebraücheu vermengt,und beruht aus einer durchaus eingebildeten Theorie. Man hat ihrenEmpirismus in der Lehre vom Puls und der Anwendung von Mopaund Akupunktur gerühmt. Ihr Apvihekerbuch ist sehr reichhaltig, undsie haben gute medizinische und naturhistvrische Werke. Man hat dieGescbicklichkeit der Chinesen in der Mathematik gerühmt, aber keine an-deren Beweise gebracht, als Werke, welche allerdings die prakische Kennt-nis; der Baukunst voraussetzen. Ihre Arithmetik ist aus das Decimal-system gegründet, eben so ibr Münz-, Maß- und Gewichtssystem, mitalleiniger Ausnahme des Pfundes (Kie oder Kati), welches wie bei unsin l<» Unzen (Liang) eingetheilt ist. Sie machen fehr schnell alle Artenarithmetischer Rechnungen mit einer Art Maschine, deren Gebrauch nachRußland und Polen gekommen ist.
Die Baukunst ist bei den Chinesen zu großer Vollkommenheit ge-langt, besonders in der allgemeinen Anordnnng der Theile von Palä-sten und Tempeln. Die Städte sind fast alle nach Einem Plane gebaut.Sie sind gewöhnlich viereckig, mit hohen Mauern umringt, worauf hierund da Tyür.ne stehen, und haben zuweilen entweder trockene oder mitWasser angefüllte Graben. Man sieht in den Städten Triumphbogen,Thürme von mehreren Stockwerke», die zu den Klöstern gehöre». Tem-pel mit Bildsaülen indischer Gottheiten, antiken Denkmälern, Inschriftenberühmten Männern und Frauen zu Ehren. Die Breite der Straßenund die Größe der öffentlichen Plätze ist verschieden. Die Häuser derPrivatleüte sind niedrig und haben »ach der Straße zu immer nur EinStockwerk. In denen der Reichen sind oft mehrere Höfe hinter einan-der; Franen-Wohnung und Gärten sind hinter dem Hause. Die meistenGebaüde sind von Holz, von Außen angestrichen und lackirt. Die Rich-tung nach Mittag gilt für die günstigste. Die Fenster nehmen eine ganzeSeite des Gemachs ein, und sind von Papier, Glas, Glimmerplaltenoder von der Muschelart, die man chinesisches Glas nennt. Die Bödenwerden von Pfeilern getragen, haben auf gemalten und gefirnißtenBrettern Inschriften, und das Farbengemisch macht von weitem eine»angenehmen Eindruck. Von den Privatwohnungen, die großentheils ausZimmerholz bestehen, ist gewöhnlich Pracht ausgeschlossen; aber an öf-fentlichen Denkmälern, so wie an Brücke» und Kanälen ist sie vortheil-haft angebracht. Die Brücken sind von Stein und werden durch Böge»von merkwürdiger Stärke und Länge gebildet. Die schönsten Brückensind die in den Hauptörtern von Fu- tscheu und Tsinan-tscheu in der
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