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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Budbhaiftisches Staatensysiem.

aber die Anwendung geschieht oft mit Willkür und voreilig, außer beider Todesstrafe, bei der, sehr seltene Falle ausgenommen, die Genehmi-gung des Kaisers nothwendig ist.

Die Einkünfte von China werden anf 37V Millionen Thaler geschätzt.Was die Ausgaben betrifft, so reicht der zehnte Theil des Ertrags vonden Domainen hin, alle Offiziere des Heers zu bezahlen. Sold wirdden Truppen halb in Geld, halb in Naturalien entrichtet. Eben so ver-halt es sich mit dem Gehalte der Hof-, Staats- und ProvinzialbeaM-ten, und dadurch wird die genaue Bestimmung der Einnahmen sehrschwer. Über die, vorn chinesischen Kaiser unterhaltene Truppenzahlherrscht dieselbe Ungewißheit, als über die Volksmenge und Einkünftedes Reichs. Bald gibt man die Starke der Armee zu beinahe zwei Mil-lionen, bald zu V» Million an. In einem Lande, wo die Soldaten inFriedenszeiten heimgehen und ihren Erwerb suchen, und wo nöthigenFalls ganze Rationen zu den Waffen gerufen werden, muß zwischenKriegs- und Friedenszeit ein großer Unterschied obwalten. In ersteremFalle sind die Mandschus, die Chalchas und Mongolen, so daß die chi-nesischen Truppen »ur den geringere» Theil der Streiikräfte ausmachen-Da die chinesische Artillerie sehr schlecht ist und die Gewehre von sehrunvollkommener Arbeit, so könnte man glauben, ihre Armeen seien nietstim Stande, wohl disciplini'rten eüropäischen Truppen irgend einen Wi-derstand zu leisten. Aber es würde ihnen immer der Vortheil der über-legenen Macht bleiben, und die Regelmäßigkeit der Bewegungen würdesie Nutzen von jener ziehen lassen. Die Taktik ist bei ihnen Gegenstandeiner gelehrt kombinirten Theorie. Uebrigeus ist Rationalst»!! und Haßgegen Fremde der sicherste Schutz für die Unabhängigkeit eines Volks,und es ist unmöglich, Beides weiter zu treiben, als die Chinesen.

ES ist oben erwähnt worden, daß von dem i» Pe-kiug bestehende»Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten die Generalverwaltungder dem chinesischen Reiche unterworfenen Länder »nd Völker abhange-Diese haben ihre eigene, von ihren Altvordern ererbte Verfassung undVerwaltung, ihre eigene» Fürsten und Beamten, mit Ausnahme jedochder Länder anf der Nordseite des Himmelsqebirges, die unter chinesischeMilitärverwaltung stehen. Auch find in allen jenen Ländern Chinese»als Oberaufsichts-Beamten angestellt. Die mongolischen Völker habe»eine rein militärische Verfassung unter ihren Fürsten, Tübet gleichsameine hicrarchisch-republikaniscke. Koran und dieLieu-Cbieu scheinen untereiner Despotie zu stehe». Alle diese Länder entrichten an die chinesisch^Regierung Tribut, die zwei zuletzt genannten sogar auch an Japan, s»daß diese beiden doppeltzinspflichtig sind. Die chinesische Regierung er-wiedert diesen Tribut durch Geschenke, die indeß einen weit geringere»Werth haben, als der Tribut, mit Ausnahme jedoch der sehr ansehnli-chen Geschenke, welche den mongolischen Fürsten verabreicht werden, diedie chinesische Regierung dadurch immer zu guten Freünden sich zu er-halten gesucht hat.

8. Topographie.

I. China. Die chinesischen Städte haben keine Namen: man be-zeichnet sie mit dem des Bezirks, Kreises oder Distrikts, worin sie derHauptort sind. Man sagt die Stadt des Bezirks Kuang-lung (Canton)-die Stadt des Bezirks Kiang-ning (Nanking), die Stadt des KreisesTschiN'si (Barkul). Die alten, vor dem Aufkommen dieses Verwaltung^'

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