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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das chinesische Reich.

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svftems gebräuchlichen Benennungen haben sich verloren, oder sind mitden neuen Benennungen verschmölzen, und eben so ist es mit den Orts-namen der Städte in der jetzt mit dem Reiche unmittelbar vereinigtenMandschurei.

Die jetzige Residenzstadt des Hofes, Hauptort des Bezirks Schun-thian, in der Provinz Tschi-li, wird entweder nach dem Bezirk, alsoSchun-thian-fu, oder auch kurz King-sie, die Hauptstadt, genannt. Be-vor die Residenz hieher verlegt wurde, hieß die Stadt Pei-tschhing. Alses in Cbina mehrere gleichzeitige Herrschaften gab, oder wenn der Hofseine Residenz wechselte, gab man den verschiedenen Städten, wo er sichniederließ, Namen, welche ihre Lage bezeichneten: Pe-king, Hof desNordens; Nan-king, Hof des Mittags; Tun-king, östlicher Hof u. s. w.In diesen Benennungen liegt nichts Spezielles, und sie können sich ebenso gut auf jede andere Stadt, als auf die bei den Europäern so genann-ten beziehen.

Pe-king, unter 39° 42' 15," nvrdl. Breite und 114° 5'3V" östl.Länge von Paris, besteht gleichsam anS zwei Städten, oder zwei großenTheilen, die durch eine hohe Mauer von einander geschieden sind. Dernördliche Theil hat fast die Gestalt eines vollkommenen Quadrats undbeißt King-tschhing, oder die kaiserliche Stadt, auch Tataren-Stadt, weilsie von den Tataren oder Mongolen angelegt worden ist, oder auchMandschn - Stadt, weil sie gegenwärtig hauptsächlich von Mandschnsbewohnt wird. Der südliche Theil stellt ein längliches Viereck vor, undbeißt Wa'i-lo-tschhing, die äußere Stadt, im gemeinen Leben aber Lav-tschhing, alte Stadt, oder auch südliche Vorstadt und Cbinesen-Stadt,ta sie immer von Chinesen bewohnt gewesen ist. Die Umfangmauervon Pe-king hat eine Ausdehnung von 58 chinesischen Li, d. i. nach un-serm Maß ungefähr 1'/. d. Meilen. Die Stadt hat >6 Thore, davon9 in der kaiserlichen und 7 in der aüßern Stadt. Thürme und Wacht-baüser, die mit Kanonen ausgerüstet sind, flankiren die Mauer. Unterden Straßen zeichnet sich besonders eine aus, die Straße der ewigenNuhe genannt; sie geht von Osten nach Westen in einer Krümmung,indem sie auf der Nordseite von einem Theile der kaiserlichen Hofburg,auf der Südseite von verschiedenen öffentlichen Gebaüden besetzt ist. DieTLohiihaüser sind, wie in allen Städten China's, gemeiniglich ein Stock-Werk hoch, von Backsteinen erbaut, und mit graue» Ziegeln gedeckt. Die^ebaüde der verschiedenen Dicasterien und die Fürsten Höfe zeichnen sichdurch einen hohen Grund und schone Thore aus; überdies; sind auf denkürstenhöfen Dächer von grünen, glasurten Ziegeln. Doch für die bestenHebaüde von allen in Pe-king muß man mit allem Recht die erhabenen,äeraümigen Tempel mit Senilen und prächtigen Treppen von Marmor^»erkennen. Auf beiden Seiten der Hauptstraßen ziehen sich Kauflädendv» sehr schönem Aüßern hin. Der Glanz und die Manchfaltigkeit der-Waaren, die zur Schau ausgelegt sind, gewähren dem Auge ein ange-nehmes Geinälte. Die Straßen und Haüser in der Cbinesen-Stadt sindWeiter, schlechter, als in der Tataren-Stadt. Außer den erwähnten zweiHaupttheilen von Pe-king hat die Stadt noch zwölf große Vorstädte,

die Länge sich auf '/z Meile, die eine mehr, die andere weniger, aus-Nehnen. Die Zahl der Bewohner Pe-kings wird auf 2 Millionen geschätzt.

einigen Straßen der kaiserlichen Stadt, und überall in den aüßern7-beilen Pe-kings ist das Menschrngedränge so groß, daß vornehme Per-'°nen, wenn sie durch die Straßen fahren, Leute zu Pferde voraus»