Das chinesische Reich.
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europäischen Faktoreien zunächst liegen, doch mit dem Stocke in der Handdarf man sich auch in den entlegensten kleinen Straßen sehen lassen, undgerade dort ist eine Menge von Trödelbnden, wo der Europäer viele in-teressante chinesische Alterthümer z» kaufen bekommt. Die europäischenFaktoreien liegen an der südöstlichen Ecke der Kaufmanns-Stadt, unmit-telbar am Tschu klang; vor ihnen werden täglich die Flaggen derjenigenNationen aufgezogen, welche gegenwärtig den Hauplhaudel zu Cantonbetreiben, nämlich die der Engländer, der Nordamerikaner und Hollän-der. Die Faktoreien nehmen einen Raum von 260 Fuß in der LängeUnd 230 Fuß in der Breite ein, auf dem dreizehn Gcbaüde von zweiStock Höhe, aber nur fünf Fenster Fronte, stehen. Sie werden von denChinesen Schih-fau-hang, oder die dreizehn Faktoreien genannt. Dasganze linke User des Tschu-kiang, so weit sich die Stadt Canton erstreckt,tsi mit Fahrzeügen aller Art bedeckt, welche hier eine wahre Wasserstadtbilden; man rechnet die Zahl der Schiffe, welche hier zum Theil fürtnimer befestigt, zum Theil nur vor Anker liegen, auf I« bis 12,000,t'nd zwar mit einer Bevölkerung von 200.000 Seelen. Besondere Poli-^ibeamten führen über diesen Theil der Stadt die Aufsicht. Die Anzahlder bei Canton ankernden chinesischen Kriegsschiffe schätzt man auf 600bis 700. Die Bevölkerung dieser Stadt wird nach glaubwürdigen An-nahmen zu 1,236.000 Seelen geschätzt, darunter 50,000 allein mit Zeüg-tseberei beschäftigt sind. Da die Straßen von Canton nur 5 bis 5'/,ö'»ß breit sind, so ist das Gedränge in denselben ganz unglaublich, undbaüfig entsteht, besonders an den Ecken, eine solche Stockung, daß manNicht aus der Stelle kann. Bei all' diesem unaufhörlichen Treiben inden Straße» sind dieselben dennoch von allen möglichen Niederlagen vonNahrungsmitteln verengt; überall gibt es auf offener Straße Garküchen,N'o das fertige Essen zu kaufen ist.
. II!. Die Hauptstadt von Korea heißt Han-tschhing, sie ist zugleichder Hauptort der Provinz King-ki. Die Hanptvrte der übrigen Provin-^>> sind, der Reihe nach: Kiang-ling-fu, Huang-tschen, Tvsiäan-tscheu,^hing-tscheu, Tschnng-tscheu, Hian-hing-su und Pbin-jang.
> I" der Mongolei gibt es, außer der Stadt Urga, keinen
!,"dtischen Wohnplatz, da die mongolischen Völkerschaften Nomaden sind.Aga oder Kuren ist der Sitz des chinesischen Statthalters über die-Nongolei. Dabei liegt der Ort Maimatschin, der größer ist als der^'ichnam'ge Grenzort an der russischen Grenze bei Kiachla, woselbst derWandel zwischen den Chinesen und Russen stattfindet.
^ V. In dem Lande der Kn thun vorsehen und Chor Katschi-^Nvi,golen fehlt es durchaus an städtischen Wohnplätzen, da auch dieseVölkerschaften Nvmanden sind, und auf ihren wechselnden Lagerplätzen' Jurten oder Zelten wohnen.
a.. Vb- In Thian Schau Nanlu befinden sich eben so viele Hanpt-I?bte, als es Provinzen in diesem Landstriche gibt (siehe Eintheilung);
bedeütendsten unter diesen Städten sind: Jarkiang, Kaschkar und
^Yotan.
scb ^ ' In Thian Schau Pelu liegen die Städte Jli oder Guld-Kur kara nsiu und Tarbagatai oder Taschtawa.
Vllj. Tübet. Die Hauptstadt dieses Landes ist H'lassa in derProvinz Uni. In Kham ist H'iari, in Zzang ist Teschi oder Djaschi-°/")bo der Hauptort, in Ngari Leh, in Balti Jskardo; in Bhotan istTassisudon.