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BuddhaistischeS Staatenjhstem.
Das japanische Reich.
I. tage, Grenzen, Grösse, Volksmenge, Name.
Zwischen dem 29° und 49° nördlicher Breite, und zwischen dem 127°und 150° östlicher Länge von Paris gelegen, bildet das japanische Reicheinen Archipelagus, dessen Hauptinseln Niphon, Kiufiu und Sikvkf sind.Zwischen dem stillen Ocean und dem japanischen Meere ist der Archipe-lagus auf der Westseite von Korea durch die Straße von Tsn-sima oderKorea, wie die Europäer sie gemeiniglich nennen, und auf der Nord-seite von der Insel Jeso durch die Straße Tsu-gar, welche bei den euro-päischen Seefahrern Sangar heißt, getrennt. Aber diese Insel Jeso ge-hört ebenfalls zum japanischen Reiche, eben so die südliche Hälfte derInsel Tarakai, sowie die Inseln Kunaschir und Jturup der Kurilen-Reihe.Die drei zuerst genannten Inseln bilden jedoch den Kern des Reichs, in-dem die übrigen Bestandtheile als Vasallenländer, und noch dazu in sehrzweifelhafter Abhängigkeit, betrachtet werden müssen, zu denen noch diedoppelt zinspflichtigen Landschaften Korea und Lieu Khieu, auf japanischRiu kiu, kommen (siebe chinesisches Reich).
Das japanische Reich ist gegen 11,500 deütsche lH Meilen groß, aufdenen nach einer ungefähren Schätzung 25 Millionen Menschen wohnen.
Japan wird im Lande selbst Niphon genannt. Dieser Name istchinesischen Ursprungs und wird von dem Worte Dscbib-pnn, „Ursprungder Sonne," hergeleitet. Ein älterer Name des Landes ist Wa oderJamato, im Chinesischen Ho. Die Gründer der japanischen Monarchiegaben, den Überlieferungen des Volks gemäß, der großen Insel, welchewir Niphon nennen, den Namen Aki-lsn-sima, d. h. „Insel der Drachen-fliege," wegen der vorausgesetzten Ähnlichkeit ihrer Gestalt mit diesemInsekt.
Die folgende Beschreibung ist wörtlich von Klaproth entlehnt, dersie ursprünglich in englischer Sprache bekannt gemacht hat. Wir betrach-ten ihr zufolge zunächst und vorzugsweise das eigentliche Japan, oderdie Inseln Niphon, Kiusiu und Sikokf, und schalten Einzelnes nachSiebold ein.
2. Gberklächen-Gettaltung, Klima.
Die genannten drei Hauptinseln sind zum größten Theil mit hohen,vulkanischen Bergen besetzt, insbesondere die Insel Niphon, welche ihr^Länge nach von einer fast gleichhohen Kette durchzogen ist, über die siehan vielen Stellen Gipfel erheben, auf denen beständig Schnee lagert-Diese Kette bildet den Wassertheiler der Gewässer, die süd- und ostwärtsin den großen Ocean, sowie mehr oder minder nordwärts in das japa-nische Meer fließen. Der höchste Berg des Reichs gehört indessen »ich'dieser Kette an; eö ist der Fusi-no-yama, eine nngeheüre Pyramide,ewigen Schneefeldern bedeckt, in der Provinz Suruga gelegen, anGrenze der Provinz Kai. Er ist der beträchtlichste und einer der thätig'sten Vulkane in Japan. Diese Reihe der unterirdischen Feüerthätigkessetzt auch auf der Insel Jeso fort, von wo sie aber nicht nach Taraka''sondern nach den kurilischen Inseln übergeht, unter denen Jturup eine'Vulkan trägt. Jeso bildet in seinem Innern «in hohes Tafelland.
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