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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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209
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Das japanische Reich.

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Änderen Artikeln haben unter ihnen einen hoben Grad von Vollkommen-heit erreicht Die Japaner können Uhren zusammensetzen und selbst vonGrund aus anfertigen; und die Bnchdruckerkunst haben sie seit dem An-fang des l3ten Jahrhunderts auf dieselbe Weise geübt, wie die Chinesen.Die berühmtesten Pressen sind in Mijaco und Jedo. Diese beiden Städte,sowie Osaka. Nangasaki, Jvsida und Kasi-no-matö sind die Hauptmärktedes GewerbfleißeS.

In früheren Zeiten hatten die Japaner zahlreiche Flotten und ihreKauffahrtci-Schiffe besuchten alle Länder, welche von den benachbartenMeeren bespült werden, ja sie fuhren selbst bis Bengal; allein seit demJahre 1585, in welchem eine Revolution stattfand, hat Japan keineKriegsschiffe gehabt, und die Handelsmarine ist in einem Zustande ge-blieben, der angemessen ist für eine Nation, welche abgesondert von ei-ner jede» andern zu leben wünscht. Durch ein Edikt von 1638 wurde esden Japanern verboten, fremde Länder zu besuche»; es blieb ihnen nurgestattet, Reisen längs der Küste, oder nach den Inseln zu machen, dieZum Reiche gehören. Nangasaki ist der einzige Hafen, welcher drei frem-den Nationen offen stedt, aber doch nur unter harten Einschränkungen.Die Chinesen, die Koreaner und Holländer, welche dieses Privilegiumsgenießen, dürfen dahin nur mit einer sehr beschränkten Anzahl Schiffekommen: die beiden ersten mit Iv Fahrzeügeu, und die Niederländermit einem großen und 2 kleinen Schiffen. Die chinesischen und hollän-dischen Kaufleute, welche diesen Dandel betreiben, stehen unter Aufsichtder Polizei, und können in der That als Gefangene in der Faktorei be-trachtet werden, die ihnen als Wohnung angewiesen worden ist.

Als die Engländer, in Folge der französischen Nevolutionskriege,im Jahre 1811, Java, die Hauptiusel des niederländischen Indiens, inBesitz genommen hatten, war es ihr sehnlichster Wunsch, in Japan andie Stelle der Holländer zu treten; allein alle ihre Versuche scheitertenan der Hartnäckigkeit, womit die Japaner an bestehenden Gebraücheukleben. Unlängst erst haben die Engländer den Versuch, Handels-Ver-bindungen mit Japan anzuknüpfen, wiederholt, ohne jedoch darin glück-licher zu sein. Japaner, die durch stürmisches Wetter mit ihrem Fahr-zeuge auf die Hohe See hinausgeworfen waren, und die, weil ihnen derProviant ausgegangen war, sich der Gefahr ausgesetzt sahen, vor Hun-ger zu sterben, wurden von einem englischen Fahrzeüge ausgenommen,und so vom Tode gerettet. Diese Leiste beschlossen die Engländer vonCanton aus in ihr Vaterland zurückzubringen, um auf diese Weise Gele-genheit zu finden, mit den Japanern in Verkehr zu treten. Allein siewurden überall an der japanischen Küste, wo sie vor Anker und an'sLand gehen wollten, mit Gewalt zurückgewiesen, und selbst den gerette-ten japanischen Seeleüten es nicht gestattet, sich auszuschiffen.

Die hauptsächlichsten Einfuhrartikel der Niederländer bestehen in^vhem Zucker. Kandiszucker, Zinn, Schildpat, Quecksilber, Rattans,^apanbolz, Spezereien, Blei, Stangeneisen, Spiegeln, Glaswaaren,Elfenbein, Kaffee, Borax, Moschus, Saffran u. s. w. Ihre Hanptex-borten sind Kupfer, Kampher, Seide und lackirte Waaren. Diese Ausfuhrhatte im Jahre 1826 einen Werth von 161,615 fl. holt., war aber im^ahre 1836 auf 579,439 fl. gestiegen. Die Einfuhr von Batavia nach^apan betrug in der zuerst genannten Epoche 23,365 fl., in der zweitenHagegen 256,2IS fl. Man sieht, daß dieser Handel keine große Bedeü»tnng hat.

Verahaus, „d. VI. ». VSth. !4