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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Bliddhaisll'sches Staatenspstem.

nennen. Siam besteht aus dem unmittelbaren Siam, der südlichenHälfte des Reichs, und den tributpflichtigen nördlichen Landschaften, dieunter dem Namen Laos zusammengefaßt werden. Das ganze Reichkann, seiner Bodengestaltung nach, als ein großes Längentbal betrachte!werden, das von dem Me fing, der in seinem Unterlauf Me Nam heißt,bewässert wird. Die Gebirgsketten, welche dieses Längentbal einfasse»,sind mehr oder minder Ausläufer der chinesischen Durra alpina inooA'nita, der Thalftrom selbst aber entsteht nicht, wie man lange vermuthethat, auf tübetisch-chinesischem Gebiet, sondern auf der chinesischen Grenze,und bildet, nachdem er von beiden Seiten mehrere Zuflüsse aufgenommenhat, an seiner Mündung ein Delta, das aber dem des Me khvng beteü-tend an Große nachsteht.

Das Reich Birma endlich, welches auch Ava genannt wird, undmit Siam von nahe gleicher Große ist, sowie, nach einer ungefährenSchätzung, 2'/, Millionen zählt, grenzt gegen Westen und Norden andas indo-britische Reich, gegen die zuletzt genannte Wcltgegend auch a»das chinesische Reich, gegen Osten an ebendasselbe, sowie an das ReichSiam, und auf kurzer Strecke an die südöstlichsten Provinzen von Bri-tisch-Jndien, gegen Süden an das indische Meer. Auch dieses Reich be-steht aus einem, oder vielmehr aus zwei großen Längenthälern, aus tc>»vorn Jrawaddi bewässerten großen Thale, welches die Mitte des Landesvon Norden nach Süden durchfurcht, und dem Längenthale des Saluen,welcher den östlichsten Theil des Reichs bewässert, und dessen Mündungdem britischen Indien angehört. Der Jrawaddi bildet an seiner Mün-dung ein Delta, welches dem des Me khvng an Größe nicht nachsteht-Ans dieser Zweithalbildung des birmanischen Reichs folgt, daß dasselbevon drei Bergketten durchzogen sei, von denen die östlichste die Grenzemit Siam, die westlichste aber die Grenze mit der britischen Präsident-schaft Bengal bildet, während die mittlere dem Reiche allein angehört-

Annam und Siam liegen ausschließlich innerhalb der Wendekreise,von Birma erstreckt sich das nördlichste Viertel anßeihalb derselben-Das Tropenklima ist daher diesen drei Reichen vorzugsweise eigen, undmit ihm sind es die diesem Erdgürtel angehörenden Erzeügnisse des Ge*wächs- und des Thierreichs.

Die Bewohner von Hinterindien scheinen zwar ein Gemenge vo»Hindus und Chinesen z» bilden, daher der Name Jndo-Cl-inesen, dere»Verschiedenheit in der Art hervortritt, daß die Indien zunächst wohne»*den Völkerschaften mehr den Charakter der Hindus, die China benach*harten aber den Charakter der Chinesen theilen; nichts desto wenigeaber treten sie auch als ein eigenthümlicher Menschenschlag auf, desst»Verwandschaft mit seinen Nachbarn sich nur in der Annahme äußeretLebensformen zeigt, ohne jedoch auch hierin ihre Eigenthümlichkeiten ga»iaufgegeben zu haben.

Es sind vornehmlich vier Sprachfamilien, in welche die HinterindiscbthVölker vertheilt sind: die Wyanma-Sprache der Birmanen, die Mv»*Sprache der Pezuer oder der Bewohner des südlichen Theils von Birma,im Delta des Jrawaddi, die Tbai-Sprache der Echanö oder SiameseU'und die Annam-Sprache der Annameseu, welche sich in zwei Hauptzwenss,die Sprache von Ton king und Cochiuchina spaltet. Die Birmanen si>'^ein thätiges, intelligentes Volk, welches in dieser Beziehung einen groß^Vorzug vor den Hindus und den Schans besitzt, welche letztere trägt'indolent> feige und treülos sind, und dennoch einen so eingefleischtt''

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