Australien.
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Verzügen i» der, mit vegetabilischen und animalen Lebensmitteln so spar-sam ausgestatteten Natur ihres Landes sich die kärgliche Nahrung zusuchen.
Man hat die Bewohner dieses Festlandes Neger genannt, und, umsie von den afrikanischen oder den wahren Negern zu unterscheiden,ihnen das Beiwort Austral- oder auch morgenländisch beigelegt; aberobwohl die Leute, welche an den nördlichen und tropischen, wie an densüdlichen und gemäßigten Gestaden Australiens beobachtet worden sind,die dicken, vorstehenden Lippen, die eingefallenen Augen, die vorstehen-den Backenknochen und die dünnen, langen Beine des Afrikaners be-sitzen, so weichen sie im Haar von diesem ab, denn, mit Ausnahme derVandiemenöländer und der Jngebornen an der Südküste von Australien,welche wolliges Haar haben, ist es überall lang, grob, herabhängend.Die Nase ist zwar breit, aber nicht so platt, als beim Afrikaner, ja siebat zuweilen einen römischen Schnitt; die Stirn ist hoch, schmal, derWirbel hat etwas dachartigeö. Die Vergleichung der Australier mitden Negern stützt sich vornehmlich auf die Hautfarbe; allein diese ist, imstrengsten Sinne des Worts, bei Lichte besehen, nicht schwarz, sonderndunkelbraun, und hat nur den Schein von Schwarz wegen der Unrein-lichkeit und des Schmutzes, womit der ganze Leib des Astraliers bedecktist. Er ist von mittlerer Größe, und höchst selten sieht man große Ge-stalten. Die Weiber sind klein, und, im Verhältniß zu den Männern,hübsch gebaut; Hände und Füße sind klein, die Schultern schön gerun-det, aber der Bauch ist oft weit vorspringend und die Arme sind lang;in der Jugend sind ihre Gesichtszüge nicht unangenehm; bei einigen hatMan ein bezauberndes Lächeln bemerkt, welches in Verbindung mit einerUngezwungenheit in ihren Manieren und einer harmonischen Stimme,besonders in der Aussprache des Englischen, die Veranlassung gewordenist, daß weiße Männer mit mehreren dieser australischen Schönen ver-trauten Umgang angeknüpft haben. Manche Männer tragen langeBärte, andere reißen sich das Haar mit der Wurzel aus. Wie beiallen Wilden, so ist auch bei den Australiern der Kopf der Hauptgegen-stand der Ausschmückung, wozu die verschiedenartigsten Dinge genom-men werden.
Im Allgemeinen muß man die Jngebornen von Australien undDandiemensland als Einem Menschenstamme angehörend betrachten,aber es ist seltsam, daß Horden, die einander dicht benachbart leben, inihrer Sprache so verschieden sind, daß sie sich als durchaus fremd be-trachten müssen, während jede größere Gemeinde, oder Familie, wie siegenannt werden kann, ihren eigenthümlichen Dialekt spricht.
Die Zahl der Australier zu bestimmen ist höchst schwierig; indessenstbeint so viel gewiß zu sein, daß alle, im ganzen Kontinente und aufDandiemensland umherirrenden Stämme nicht über lvv.vvo Köpfe be-tragen können.
Sie finden ihre Nahrung in dem Ertrage der Jagd oder Fischerei,bin und wieder leben sie auch von Wurzeln. Nur an wenigen Stellenbat man einen Schatten von Hütten gefunden, die kleine Dorfschaftcnbilden, meistens aber dient ein Stück Borke, das an einen Fels, oder"neu Baum gelehnt ist, zum Schutz wider Wind und Wetter. EinStück Holz, und wenn es hoch kommt, ein Baumstamm, der vermöge"es Feuers ausgehöhlt ist, dient zum Übersetzen über Flüsse und Meer-arme, und zum Beschissen derselben. Das Einzige, was einiger Maßen