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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die tzeidrnwelt.

Kunstfleiß verräth, ist ihr Fischnetz, was von Weibern aus Pflanzenfasernoder Gräsern gestockten wird. Ihre Schneideinstrnmenle bestehen ausscharfen Quarzstücken, die vermittelst eines harten Gummi an eine»Stock geklebt sind. Ihr« Angriffs- und Vertheidigungswaffen sind Speere,Wurfstöcke, Keulen und Schilder, in deren Handhabung sie große Ge-schicklichkeit besitzen.

Die religiösen Vorstellungen der Australier werden uns von de»verschiedenen Beobachtern dieser Völkerschaften so verschieden und ver-worren geschildert, daß es unmöglich ist, eine klare Ansicht davon zu ge-winnen. Andeutungen von der Existenz eines Priesterthumö haben sichbei verschiedenen Stämmen gezeigt.

Die gesellschaftlichen Einrichtungen stützen sich auf die Stamm-Ver>fassnng. Der Älteste der Gesellschaft steht an der Spitze des Stamms,der aus 50 — 50 Köpfen, Männern, Weibern und Kindern besteht, undsein bestimmtes Territorium besitzt, welches kein anderer Stamm betre-ten darf. Die Überschreitung dieses Herkommens ist die Hauptursacheder haüfigen Kriege zwischen den einzelnen Stämme». Gesetze gibt esnicht, mindestens sind sie nicht wahrgenommen worden. Polygamie istallgemein und das Weib wird auf die unmenschlichste Weise behandelt;die Männer stehlen die Weiber aus «»gränzenden Stämmen bei nächt-licher Weile und verfahren dabei mit einer Grausamkeit, als ginge dieJagd auf eine wilde Bestie.

Daß die Anthropophagie unter vielen australischen Stämmen, undnoch dazu auf die entsetzlichste Weise geübt wird, ist außer Zweifel;nicht allein werden die im Kriege erschlagenen Feinde, oder diejenige»unglücklichen Europäer verzehrt, die ihnen in die Hände gefallen sind,es sind auch zahlreiche Fälle bekannt, daß Väter ihre eigenen Kinder --gefressen haben! Der Hunger gilt als Entschuldigung für diese Barba-rei, und in der That hat man Australier gesehen, die sich selbst Blutabgelassen habe», um dasselbe im Heißhunger gierig zu verschlucken.

In der That: Hungersnoth und Krieg im Inner» des Kontinents,nnd Laster und Krankheiten längs der Küsten, wo die Australier mitEürvpäern in Berührung gekommen sind, wirken gemeinsam auf dieAusrottung dieses Menschenschlages hin; und es steht leider zu erwar-ten, daß bei dem zunehmendenden Gedeihen der britischen Kolonien >»Neü-Süd-Wales, West- und Ostauftralicn diese innerhalb des nächste»Jahrhunderts denselben Effekt auf die schwarzbraunen Jngebornen Austra-liens ausüben werden, was die britischen Ansiedlunge» in der nördliche»Hälfte der Neuen Welt in Beziehung auf den rothen Menschen zuwegegebracht haben: völlige Vertilgung! Schon ist aus Vandiemenelandkeine Spur seiner Urbewohner mehr zu sehen; sie haben der weiße»Rasse unterliegen müssen und der kleine Rest, kaum 200 Köpfe stark, dernoch übrig geblieben war, ist nach einer Insel der Fouraraux-Grupp*übergesiedelt worden.

Die polynesische Heideilwelt, im Uebergang zum Christenthum-

Die Bewohner der vielen Inseln, welche im Großen oder Stille»Ocean bald reihenförmig hinter einander liegen, bald gruppenartig ob^

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