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Die Heidcnwelt.
uen Köpfe, Davon kommen ungefähr einer Million auf die west'australische Jnselreihe und I-/. Million auf die Archipelage und isolir-ken Inseln. Zur australischen Nasse kaun V- Million gerechnet werden,zur malaiisch-polynesischen dagegen IV- Million. Und da man den Flä-cheninhalt von ganz Polynesien auf l8,2»ü d. Qnadratmeilen veran-schlagen kann, so folgt aus der Vergleichung dieses Raums mit derVolksmenge, daß die relative Bevölkerung dieser Inselwelt etwa llüKöpfe auf einer Quadratmeile betragt.
Die Sprachen der eigentlichen Pvlyuesier oder der polynestschen Ma-laien sind nicht so verschieben, als die der Australier; sie erscheinen i»der That nur als Dialekte einer einzigen Sprache, in welcher die Zahl-wörter und eine große Menge von Wurzel,vörtern gemeinschaftlich sind,die meistens die nächsten einfachen Dinge nud Begriffe bezeichnet werdenund von einem gemeinsamen Urstamme ererbt, nicht aber von einemfremden Volke erlernt zu sein scheinen.
Roh wie die religiösen Vorstellungen der Australier auf dem Konti-nente sind, so auch bei denen, welche auf der westaustralischen Jnselreihewohnen. Einen Anklang zu einer gewissen Ausbildung dieser Vorstellun-gen hat sich jedoch bei den Polynesien, gefunden, und diese zeigen einegroße Bildsamkeit nicht allein in technische» Bestrebungen, sondern auchin geistig-sittlichen, so zwar, daß sie empfänglich geworden sind für dieLehren des Christenthums, die, es ist eine erfreuliche Erscheinung, unterden Bewohnern mehrerer Inselgruppen Wurzel geschlagen haben. Javon den Bewohnern der Societäts-Inseln, ganz besonders aber vondenen des Hawaii-Archipelagus oder Sandwich-Inseln läßt sich sage»,daß das Christenthum bei ihnen fest gewurzelt hat, und diese Völker-schaften in den Kreis christlicher Gesittung eingetreten sind. Der Islam,der unter den Malaien des asiatischen Archipelagus so groß« Fortschrittegemacht hat, ist nicht über Neu-Guinea hinaus gegen Osten vorgedrun-gen, an oder auf dieser Insel hat er Halt gemacht, denn es sollen sichdaselbst museimännische Gebrauche vorfinden.
Die Polynesier habe» in ihren gesellschaftlichen Verhältnissen vielesvon den Einrichtungen ihrer Stammältern bewahret; sie haben, sagtHasset, mit einigen Modifikationen das noch unter den Malaien fort-dauernde Feudalsystem, Edle, die sich über den gemeinen Haufen erhe-ben, Fürsten, die aus der Klasse der Edlen genommen werden, und Ple-bejer, die zahlreichste Klasse, fast überall in Leibeigenschaft und ohneEigenthum; selbst der Boden, den sie bearbeiten, gehört ihnen »ichs-Diese Verfassung ist ganz der der Malaien auf den Insel» des asiati-schen Archipelagus analog, aber auf den verschiedenen Inselgruppen Po-lynesiens bald auf diese, bald auf jene Art modifizirt. Unter allen die-sen Gruppen hat indeß die Hawaii-Gruppe sich die am meisten ausge-bildete Verfassung gegeben.
Die Australier, welche die Bevölkerung der westaustralischen Jnsei-reihe ausmachen, stehen höher, als ihre Bruder auf dem Kontinente,denn bei ihnen findet sich schon eine gewisse Art landwirthschaftliche"Betriebes, indem es, auf allen diesen Inseln, mit alleiniger Ausnahmevon Neü-Guinea, regelmäßige Anpflanzungen der tropischen Rabrungs-vflanzen gibt, die auf den Inseln der polynesisch-malaiischen Nasseeiner großen Vollkommenheit gediehen sind. Hier ist auch der Kunst-fleiß mit seltener Geschicklichkeit geübt worden, die freilich auf weiiijssGegenstände beschränkt geblieben; aber seitdem diese Insulaner durch
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