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Die Heidenwelk.
gerischen Stämmen ist sein Zustand bedabrerns werth. Das Weib desÄraucano ist in seinen Augen nichts als ein Lastthier, dem alle Be-schmerde» des Lebens aufgebürdet sind, ohne seine Süßigkeiten zu genie-ßen. Außer den Sorgen für die Haushaltung liegt dem Araucaner-Weibauch die Bestellung der Felder ob, die die ersten Nahrungsmitteln geben-Nicht genug damit, muß es dem Manne in den Krieg folgen, sein Pferdabwarten, es satteln und im Augenblicke des Gefechts aufzaümen, undim Hintertreffen zu bleiben, um die gemachte Beüte zu bewachen.
Die Kinder werden vom zartesten Alter an im Reiten auf denschnellsten und wildesten Pferden geübt, und die kleinen Indios, wie siein Chili heißen, werden sehr früh vortreffliche Reiter. In der StadtConception findet man sie in ziemlich großer Anzahl als Dienstboten.
Die Nahrung der Arancanos besteht fast ausschließlich aus Fleisch,was entweder frisch geschlachtet, oder an der Sonne getrocknet genossenwird. In letzterer Form ist es in dünne Scheiben zerschnitten und wirdStarke genannt. Sie genießen auch etwas Weizen, der grob gestoßenund gekocht wird. Sei es nun durch ihre Unreinlichkeit oder durch denEinfluß ihrer fast nur allein animalischen Lebensmittel, die Transpira-tion der Haut verursacht einen entsetzlichen Geruch, der im Lande unterdem Namen Sonor» bekannt ist.
In ihren ersten Kriegen mit den Spaniern machten die Arancanosniemals Gefangene, sondern hieben und stießen Alles nieder, was ihnenin die Hände fiel; gegenwärtig aber sind sie menschlicher geworden, in-dem sie Gefangene machen, und diese im Innern ihres Landes als Vieh-hirten benutzen.
Die natürliche Wildheit der Äraucano läßt sich vorübergehend, abernie auf die Dauer besänftigen; und nur zu gerne ergreifen sie die Gele-genheit, um ihren räuberischen Gewohnheiten freien Lauf zu lassen.
Die Waffe des Äraucano ist die Lanze, die er mit außerordentlicherGeschicklichkeit zu werfen versteht. Er liebt nicht das Feüergewehr, ob-wohl er in seinem Verkehr mit Valdivia und Conception es sich verschaffthat. Die Arancanos streiten, wie schon oben erwähnt wurde, nach Artder Kosaken, ohne Ordnung, aber mit großer Tapferkeit. Eine andereFechtart besteht darin, sich der Schlinge zu bedienen, womit sie gleichsatt«im Fluge ihren Feind erhäschen, oder daß sie Kugeln werfen, die awEnde eines sehr langen Riemens befestigt sind, der sich um die Fuß*der Pferde wickelt, und mit Kraft gehalten, das Abwerfen der Reiterbewirkt. ,
Der vorzüglichste Anzug des Äraucano ist der Poncho, ein viereckigesStück Zeüg, in der Mitte mit einem Loche, um den Kopf hindurcbzu-stecken, und die Obertheile des Körpers zu bedecken. Dieser Poncho»dessen Gebrauch auch von den Chiliern angenommen worden ist, wirbvon der Gnanaco-Wolle verfertigt und von den Weibern gewebt.
Ihre Neigung zum Tanz geht bis zur Wuth. Der üblichste Volks'tanz ist die Sapatera, in welcher ein Mann und eine Frau auftreten-Er malt ziemlich gut und ziemlich lebhaft Anfangs die Gefälligkeiten,die Sorgfalt, die kleinen Gunstbezeigungen, das Schmollen, das ihnenfolgt, die Versöhnung und endlich die bekannte Entwicklung. Es folgtdaraus, daß dieser Tanz Anfangs ruhig und mit Anstand sich belebt,und mit den regellosesten Bewegungen der Ausschweifung endigt. Nachdem Vergnügen, welches in den Augen der Tänzer glänzt, kann wattannehmen, wie diese Völkerschaften sich ihre Rolle zu eigen gemacht
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