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richten, indem eine Verlängerung oder eine vermehrte Verästungder Nerven eine zunehmende Zertheilung der Mattscheibe zurFolge hat. Die wuchernden Mattnerven des Blumenkohls deu-ten selbst auf eine Annäherung an die gewöhnliche Zweigbildungdes Stammes hin, während die Annahme einer blumenblattähn-lichen Bildung uns die nun folgende Metamvrphoscnstufe imVoraus verkündet, die rückschrcitende Metamorphose der Bractcenaber einen Beweis für die nahe Verwandtschaft der blattartigcnOrgane und für die ideelle Abstammung aller aus dem gleichenGrundvrgane liefert. -
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In der Blüthe, deren verschiedene Cyklen als eben so vieleUmwandlungsstufen der tiefern Blattbildung zu betrachten sind,wo uns fckon im normalen Zustande eine kaum übersehbare Reihevon Formabänderungen und Uebergängcn dieser Cyklen und ihrereinzelnen Theile entgegentritt, finden wir, wie hiernach nicht an-ders zu erwarten steht, auch die zahlreichsten und mannigfaltig-sten Mißbildungen, und zwar um so häufiger, je weiter ihre Me-tamorphose vorgeschritten ist und je mehr sie sich dadurch von dertiefern und ursprünglichen Blattbildung entfernt haben. Es würdeuns viel zu weit führen, wenn wir alle bekannten Mißbildungender Blüthen angeben wollten; es sollen daher nur im Allgemei-nen einige der wichtigern Abweichungen, welche in der Bildungund den übrigen Verhältnissen der Blüthcncyklcn und ihrer Theilevorkommen, kurz erwähnt werden, namentlich in so fern dieselbenüber die wahre Bedeutung der leztcrn Aufschlüsse zu geben undüberhaupt die klare Einsicht in die Metamorphosenlehre zu für-dern vermögen.
Als leichtere Abweichung erscheint die abnorme Verwachsung meh-rerer Theile eines Cyklus, mehrerer Cyklen einer Blüthe (z. B.der Staubgefäße mit dem Eierstvck ch, und zweier ganzen Blü-then, welche besonders häufig und in sehr verschiedenem Gradeangetroffen wird. Umgekehrt sieht man eine Trennung normalverbundener Theile oder Cyklen eintreten, wie in dem Kelche undder Blume mehrerer Glockenblumen (Cumpsnula ülsstiuw,
ch Bon mir bei HaäesesntiL virAliiii L beobachtet.