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und 354) kennen gelernt, und dabei zugleich erfahren, welche wich-tigen Aufschlüsse diese Mißbildungen uns über die morphologischeBedeutung der Eichen geben. °
§. 231.
Endlich müssen noch diejenigen Mißbildungen erwähnt wer-den, welche auf der Veränderung ganzer Blüthen und selbst gan-zer Cyklen von Blüthen eines Blüthcnstandes, durch Annahmeeiner andern Gestalt und verschiedenen Große beruhen, wvz« unsdie baumartige Hydra ngca (ü^flranAsa arkorssvens)und der gemeine Schneeball (Viburnun, Oziulus) Beispieleliefern. In' der Trngdolde der erster» findet man zuweilen anden Blüthen des Umfangs den Kelch ausnehmend vergrößert undkorallenartig geworden, wodurch die Trugdolde, wie man sagt,gcstr a h l t erscheint. Bei dem Schneeball kommen zwar, durcheine übermäßige Vergrößerung der Blume in den Randblüthen,die Trugdoldcn schon im normalen Zustande gestrahlt vor; aberes können auch alle Blüthen solche vergrößerten Blumen bringen»wodurch der sonst flache Vlüthenstand in einen kugeligen Ballenumgewandelt wird, und der sogenannte Rosen hold er (Viburn.Opn!u8 rasen», l-kdck. Verä.) entsteht. Die Blüthenstände dere i ch en blä ttrige n und der G a r t e n - H y d r an g ea oderHortensie (II^ckranAea huoroifoiia und H. Irortensis) sehenwir ebenso durch die Zunahme der vergrößerten Kelche aller äußer-sten Blüthen in solche Blüthenballen übergehen, nur mit demUnterschiede, daß hier die Vergrößerung des Kelches auf Kostendes Pistills, beim Schneeball dagegen auf Kosten der Staub-gefäße geschieht, daher man in den monströsen Blüthen der Hy-drängeen das Pistill verkümmert oder ganz unterdrückt findet,während beim Schneeball die Staubgefäße nur noch durchfünf kleine, drüsige Knöpfchcn angedeutet sind. Vorzüglich aberbei den Korbblüthigen mit gestrahlten Köpfen werden solcheVeränderungen der Blüthenform häufig beobachtet, bei welchenentweder die zungenförmigcn Blüthchcn des Strahls in röhrigeübergehen, die jedoch größer sind als die normalen Röhrenblüth-chcu der Scheibe, wie bei der zierlichen Zinnie (Amna olo-Zan»), zuweilen bei der aufrechten Sammctblumc (Hge-tos ei-oota) und bei manchen kulrivirten Pflanzen der indischen