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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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58
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wenn sie auch keine solche Verwüstungen im Großen anrichten,doch einzelnen Bäumen gefährlich werden können, wie der Auf-passer oder Bockkäfer (kstaZivm Inquisitor- F'aörra., Oe-rsnch^x ^ssm.), der Kapuziner (^pato Oapuoinus), als Ge-hülfen des Borkenkäfers in den Nadclhvlzwätdcrn; die Bohr-käfer (^nokrium tesseiatum, /l. psrtinax), die nebst ihren Lar-ven todtes und lebendes Holz angreifen, und unter dem NamenTodtenuhr bekannt sind; der grüne Prachtkäfer (kupr-ss-tis virilst«) , dessen Larve den Splint der Roth buche zernagt,und eben solche geschlängelte Gänge, wie der Borkenkäfer, bildet.Auch unter den Schmetterlingen gibt es welche, derenRaupen im Innern der Bäume leben und deren Holz zernagen,wie der gemeine Holzspinner (6ossus liAnipsrsia), dessenRaupe in Weiden, Eichen und Ulmen sich aufhält, und dieG l a s s ch w ä r IN e r (8esia), deren Raupe im Marke der Pflan-zen und an deren Wurzeln, aber auch in dem weichen Holze derWeiden und Pappeln ihr verderbliches Wesen treiben.

Die Blüthen der Pflanzen werden ebenfalls von einerMenge Insekten aus den verschiedensten Familien besucht, vonwelchen manche sogar theils als Larven, theils im ausgebildetenZustande nur auf Blüthen leben. Zu den erstem gehört z. B.die gefleckte Grannen- oder Schaufelfliege (^tirorixwaeulata A/erF.), deren Larve in den Blüthenköpfcn des gemei-nen Wohlverleihs (bristen montan-,) sich aufhält und dieBlüthen zerstört, zu den leztern eine bedeutende Anzahl von Kä-fern, wie der gemeine Goldkäfer (Ootonia anrata), derkurzflügelige Schirmblumenkäfer (IHolrius Iremipts-rus) u. a. Viele Käfer, sammt dem Heere der Schmetter-linge und Hautflügler, von welchen besonders die Bie-nen und Hummeln zu nennen sind, gehen zwar nur dem Ho-nigsafte nach; aber manche richten doch durch das Zernagen der

Wachsthum (im fünfzigsten bis sechszigsten Lebensjahre) stehendenund selbst jüngere, völlig gesunde Nadelhvlzbäume anfallen. Auchwäre es schwer zu erklären, wie oft der größte Theil der Bäumeeines ganzen Waldes so plötzlich erkranken sollte. Bis jezt ist esfreilich noch nicht hinreichend erklärt, warum diese Käfer zu Zei-ten ganz unerwartet in solch ungeheurer Menge eine Waldungüberfallen, aber oft wieder eben so unerwartet schnell verschwinde».