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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
Seite
77
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über die Oberfläche des Pflanzcntheils von Pore zu Pore hi,^Ziehen.

Alle hier beschriebenen parasitischen Fadenpilze sind offen-bar, als Produkte eines krankhaften Zustandes, nur aus denabnorm veränderten Säften der Pflanze hervorgegangen. Siescheinen jedoch weniger gefährlich zu seyn, da sie meist zu einerZeit entstehen, wo ohnedies; die jährliche Vegetationsperiode zuEnde geht, und die Blätter und krautigcu Stengel dem Abster-ben nahe sind. »

. K- 251.

Eine andere Abtheilung der Entophytcn bilden diejenigen,deren in den Lusthöhlcn unter den Spaltöffnungen sich anhäu-fende, aus dem stockenden Pflanzensaste erzeugte Muttcrmckssesich zu einer fester» Substanz vernichtet, von welcher, wie auseinem Keime oder einer Unterlage die parasitischen Bildungen her-vorgehen. Diese bildungsfähige Masse ist anfangs weich, breiartig,ungefärbt, und wird von innen nach dem Umfang, oder umgekehrtallmälig fester und mehr gefärbt, wobei sie zugleich, durch dieVergrößerung ihres Volumens über sich die Oberhaut, in Formeines Wärzchens oder einer Pustel, emporhebt, dieselbe, wenn siedem vermehrten Andränge nicht länger widerstehen kann, zulcztaufsprengt, und die aus sich erzeugten Aftcrbild-ngen auf dieOberfläche des Pflanzcntheils entleert. Dabei lassen sich zweiFvrmenrcihcn unterscheiden, je nachdem die Muttcrmasse in nackteSporen übergeht, oder noch eine eigene, die Sporenmasse ein,schließende Hülle erzeugt.

Die einfachste Entwicklungsweise zeigen die Gattungen derersten Formenreihc, und unter diesen nehmen wieder die Artendes Stau bbran des (presto die niedrigste Stelle ein.

In dieser Gattung selbst lassen sich aber (mit Unger) wie-der vier verschiedene Grade der Ausbildung, bei Vergleichuncy.^der verschiedenen Arten, unterscheiden. Den ersten Grad zeigendiejenigen S t a u b br and - Arten, deren Muttermaffe sich gänz-lich in freie, ungcstielte im Innern mit kleinen Bläschen erfüllteSporen auflöst oder in diese zerfällt, wie bei dem Stanbbrande